+
Die Ursachen von Flucht und Vertreibung müssen bekämpft werden - sagt Joachim Herrmann.

Gegen Vertreibung vorgehen

Herrmann: Müssen Ursachen von Flucht bekämpfen

Regensburg - Deutschland und die EU haben nach Ansicht des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) derzeit keine Lösung in der Flüchtlingsproblematik.

 „Wir müssen die Ursachen von Flucht und Vertreibung bekämpfen“, sagte Hermann am Samstag auf dem Katholikentag in Regensburg. Das Dilemma sei jedoch, dass weder Deutschland noch die Europäische Union derzeit wüssten, wie das funktionieren könnte. Bis dahin müsse sich Deutschland um Flüchtlinge aus Bürgerkriegsregionen wie Syrien kümmern.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte vor wenigen Tagen einen weiteren deutlichen Anstieg der Asylbewerberzahl vorhergesagt. Nach Auffassung des Abteilungsleiter Asyl bei der Europäischen Kommission, Matthias Oel, muss deutlicher zwischen Asylbewerbern und Wirtschaftsflüchtlingen differenziert werden. „Zum Teil müssen Syrer darunter leiden und warten, weil Migranten, die aus rein wirtschaftlichen Gründen kommen, die Asylsysteme in Deutschland verstopfen.“

Die langfristige Lösung liege in der Bildung der Menschen, die ihre Heimatländer verlassen, sagte der Leiter des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten, Pater Peter Balleis. „Humanitäre Hilfe ist mehr als Brot und Zelte.“ Seien Flüchtlinge gut ausgebildet, kehrten die meisten irgendwann in ihre Herkunftsländer zurück.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Parteien fordern neue Terrorabwehr
Alle kritisieren Versäumnisse, keiner will so recht Schuld haben: Vier Wochen nach dem Berliner Terroranschlag steht das Versagen der Behörden im Mittelpunkt. Politiker …
Parteien fordern neue Terrorabwehr
Sorgenvoll sagt Obama Adieu
Ernst und nachdenklich gibt Obama seine letzte Pressekonferenz als US-Präsident. Sonst oft zu Scherzen aufgelegt, wirkt er fast melancholisch. Bei allem Bemühen um …
Sorgenvoll sagt Obama Adieu
Sorgenvoll gibt Obama letzte Pressekonferenz
Washington - Mit einer nachdrücklichen Unterstützung der zentralen Rolle von Medien für eine funktionierende Demokratie hat sich US-Präsident Barack Obama von den …
Sorgenvoll gibt Obama letzte Pressekonferenz
US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an
Washington - Der Ton wird schärfer in Washington. Nachdem sich Donald Trump immer wieder gegen Journalisten auflehnt, kommt jetzt der Konter - direkt aus dem Weißen Haus.
US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an

Kommentare