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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann

"Austragungsorte überdenken"

Herrmann plant Reise nach Sotschi

München - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) plant nun doch eine Reise nach Sotschi. Er werde in zwei Wochen gemeinsam mit Bundesinnenminister Thomas de Maiziére zu den Olympischen Winterspielen nach Russland fliegen.

Das bestätigte Herrmann dem Münchner Merkur (Freitagsausgabe). Er halte es für wichtig, "dass der Sportminister vor Ort bei den Sportlern ist", sagte Herrmann. 79 der 152 deutschen Athleten stammten aus Bayern. "Da gehört es sich doch so, dass ich meine Rückendeckung zeige. Nicht nur für Medaillen, auch mal für einen tollen 4. Platz."

Schwerwiegende Sicherheitsbedenken hegt Herrmann nach eigenen Angaben nicht. "Die Sicherheitslage ist aufgrund der Nähe zu Tschetschenien und zu islamischen Regionen nicht unbedenklich. München 1972, Atlanta, auch der Anschlag auf den Boston-Marathon zeigen: Sport-Ereignisse sind ein potenzielles Ziel von Terroristen. Aber wir sollten uns nicht verrückt machen lassen." Russische Sicherheitskräfte hätten "eine so massive Präsenz, dass das Schutzniveau sehr hoch sein wird".

Langfristig appelliert Herrmann allerdings an das IOC, Veranstaltungsorte mit enormem Sicherheitsaufwand zu überdenken. "Es ist wichtig, dass man sich im IOC überlegt, wie es weitergehen kann. Wir brauchen Olympische Spiele, die für den Normalbürger nicht als reine Sicherheitsoperation wahrgenommen werden." Heuer muss man das aus seiner Sicht hinnehmen: "Für Olympia 2014 gibt es zu den russischen Spielregeln keine Alternative."

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