Steffen Henssler hat genug - und schmeißt bei „Schlag den Henssler“ hin

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Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern.

Paris-Attentäter soll über Deutschland gereist sein

Herrmann: Terroristen missbrauchen Flüchtlingsströme

Feldkirchen - Einer der Attentäter von Paris ist vermutlich vor seiner Tat mit einem syrischen Pass über Deutschland nach Frankreich gereist. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) fordert Konsequenzen.

Die Zeitung "Welt" berichtete am Dienstag in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Sicherheitskreise, der Mann sei vor wenigen Wochen als Flüchtling im bayerischen Feldkirchen registriert worden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bestätigte am Dienstagabend gegenüber dem Münchner Merkur, es spräche "im Moment sehr viel dafür". Er gehe davon aus, dass der Mann mit einem gefälschten Pass eingereist sei, sagte Herrmann dem Merkur weiter. "Das wirft erneut ein Bild darauf, dass die Flüchtlingsströme von Terroristen missbraucht werden können." Direkt an der Grenze müsse der Bund deshalb die Fingerabdrücke von Flüchtlingen nehmen, forderte Herrmann.

Zuvor war der Mann dem "Welt"-Bericht zufolge am 3. Oktober erstmals auf der griechischen Insel Leros aufgetaucht. Er soll anschließend weiter über Mazedonien, Serbien, Kroatien und Österreich nach Deutschland gereist sein, berichtete die "Welt" weiter. Am Abend des 13. November hatte sich ein Mann vor dem Pariser Fußballstadion Stade de France mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft gesprengt. In der Nähe des Leichnams entdeckte die französische Polizei einen syrischen Pass, ausgestellt auf den Namen Ahmad al-Mohammad, geboren im September 1990 im syrischen Idlib. Er war im Oktober als Flüchtling in Griechenland registriert worden. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte aber betont, die Echtheit des Passes müsse noch bestätigt werden.

Eine Sprecherin des Bundeskriminalamts (BKA) sagte der "Welt": "Zu laufenden Ermittlungsverfahren erteilen wir keine Auskünfte." Auch das Bundesinnenministerium wollte sich nicht zu dem Sachverhalt äußern. "Ich bitte um Verständnis, dass sich das Bundesministerium des Innern zu Einzelsachverhalten schon aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußert", sagte eine Sprecherin der Zeitung.

Wie die Zeitung weiter unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, ermittelt das BKA derzeit, ob auch weitere Attentäter von Paris über die sogenannte "Balkan-Route" in die Europäische Union (EU) gelangt sind und auch durch Deutschland reisten. Bei mindestens zwei weiteren mutmaßlichen Terroristen gibt es nach Erkenntnissen der französischen Ermittler derzeit die Vermutung, dass sie mit gefälschten syrischen Pässen und unter falscher Identität als vermeintliche Asylbewerber eingereist sein könnten.

AFP/mm

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