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Markus Söder und Joachim Herrmann

Aber noch keine weiteren Orte genannt

Herrmann will „Anker-Zentren“ für Flüchtlinge in allen Regierungsbezirken

Bayerns Innenminister hat nun neue Details zu den geplanten „Anker-Zentren“ genannt - offenbar soll jeder Regierungsbezirk eine solche Einrichtung erhalten.

Passau - In Bayern sollen nach dem Willen der Landesregierung in allen Regierungsbezirken sogenannte Anker-Zentren für Flüchtlinge entstehen. „In Bayern haben wir mit der Zusammenführung der Behörden sowohl in Manching-Ingolstadt als auch in Bamberg sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der Passauer Neuen Presse. Diese Einrichtungen stünden Pate für das, was im Koalitionsvertrag festgeschrieben worden sei. „Bei uns soll es aber nicht bei diesen beiden Zentren bleiben: Wir planen derzeit, in allen Regierungsbezirken eine solche Einrichtung zu schaffen“, sagte er.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will möglichst rasch sogenannte Anker-Zentren einrichten. Dort sollen Asylbewerber ankommen, bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag bleiben und im Fall einer Ablehnung von dort in ihre Heimat zurückgebracht werden. Bamberg gilt als möglicher Standort für ein solches Zentrum, ebenso Manching in Oberbayern. Bamberg hatte angekündigt, sich gegen einen weiteren Ausbau der Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zu wehren.

Herrmann will „keine völlig neuen Einrichtungen aus dem Boden stampfen“

Wo genau diese Anker-Zentren geschaffen werden, sagte Herrmann der Zeitung nicht: „Ich gehe nicht davon aus, dass wir irgendwo eine völlig neue Einrichtung aus dem Boden stampfen. Vielmehr werden wir prüfen, ob in vorhandenen Einrichtungen (...) die notwendigen Behörden angesiedelt werden können.“

Die Ankerzentren zur Beschleunigung von Asylverfahren stoßen unterdessen bei den Bundesbürgern auf ein geteiltes Echo. Eine knappe Mehrheit der Wahlberechtigten (54 Prozent) fände die Einrichtung solcher Zentren gut, 42 Prozent fände dies eher nicht gut, wie der neue ARD-"Deutschlandtrend" ergab.

dpa/AFP/fn

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