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Hillary Clintons E-Mail-Verkehr wird derzeit ausgewertet und auf vertrauliche Informationen untersucht, die die Politikerin über ein privates Postfach verschickt hat.

Sichtung der Nachrichten läuft

E-Mail-Affäre: Dutzende Clinton-Mails waren vertraulich

Washington - Eine Sichtung durch das State Department hat ergeben, dass die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin über ihr privates E-Mail-Konto auch vertrauliche Informationen verschickt oder erhalten hat.

Von den bislang bereits veröffentlichten 3500 E-Mails aus Clintons Amtszeit von 2009 bis 2013 seien 63 im Nachhinein als in irgendeiner Form vertraulich eingestuft worden, sagte Außenamtssprecher John Kirby am Montag in Washington. Bei den meisten dieser E-Mails handele es sich um ein "sehr niedriges Niveau" der Vertraulichkeit.

Laut Kirby werden im Zuge der Prüfung des übrigen elektronischen Schriftverkehrs aus Clintons Amtszeit voraussichtlich weitere E-Mails als vertraulich eingestuft. Der Fernsehsender Fox News hatte unter Berufung auf einen mit der Angelegenheit vertrauten Behördenvertreter berichtet, bislang seien bei der Sichtung bereits 305 E-Mails als potenziell vertraulich bewertet worden. Kirby bestätigte, dass diese E-Mails nun vom Geheimdienst überprüft würden. Dies bedeute nicht, dass sie alle letztlich auch als vertraulich eingestuft würden.

Clinton gilt als Favoritin bei den US-Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur. Ihr Wahlkampf wird aber durch die E-Mail-Affäre überschattet. Clinton hatte im März zugegeben, dass sie in ihrer Zeit als Außenministerin eine private E-Mail-Adresse benutzte. Von den insgesamt 62.320 E-Mails aus dieser Zeit händigte Clinton 30.490 an das Außenministerium aus. Sie sollen bis Januar komplett gesichtet und so weit zulässig veröffentlicht werden.

Clinton hatte erklärt, die übrigen 31.830 E-Mails aus ihrer Amtszeit seien privater Natur. Die oppositionellen Republikaner werfen ihr vor, die private Adresse benutzt zu haben, um ihre Korrespondenz unter Verschluss zu halten. Clinton erklärte dagegen, sie habe dies getan, um ein einziges Smartphone benutzen zu können.

Noch Ende Juli hatte Clinton gesagt, sie sei "zuversichtlich", dass sie "nie irgendwelche Informationen, die damals als vertraulich eingestuft waren", per E-Mail versendet oder empfangen habe.

AFP

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