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Hillary Clinton auf der Videoleinwand.

Darum war sie nicht vor Ort

Clinton bedankt sich per Videobotschaft - warum eigentlich?

Philadelphia - Am Mittwoch hat Hillary Clinton Geschichte geschrieben. Sie wird als erste Frau eine Kandidatin für das Präsidentenamt im Weißen Haus. Doch die Dame der Stunde bedankte sich nur per Videobotschaft.

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Die designierte Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten, Hillary Clinton, hat sich nach ihrer Nominierung per Videobotschaft beim Parteitag in Philadelphia bedankt. „Das ist Euer Sieg“, rief sie ihren Anhängern zu. Clinton war in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) per Videoaufzeichnung aus New York zugeschaltet.

„Ich mag die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten werden“, sagte sie an junge Mädchen gerichtet, die zu später Stunde noch zusahen. „Aber eine von Euch ist die nächste.“ Für Clinton hatte sich zuvor eine deutliche Mehrheit auf der mehr als 4700 Parteitagsdelegierten ausgesprochen. Die Frage ist jedoch, wieso Clinton nicht persönlich anwesend war? Die Antwort darauf ist simpel: Die Demokraten verteilen ihre Parteitag auf mehrere Tage. Am Dienstag hielt Bernie Sanders eine emotionale Rede, am Mittwoch sind die Delegiertenstimmen bekannt gegeben worden. Mit den 15 Stimmen aus South Dakota hatte Clinton die magische Grenze überschritten. Danach hat ihr Mann Bill Werbung für seine Ehefrau gemacht.

Hillary selbst steht erst am Donnerstag als Rednerin auf dem Programm. Aus diesem Grund war sie per Videoaufzeichnung aus New York zugeschaltet. Es wird erwartet, dass die frühere Außenministerin ihre Nominierung dann auch persönlich annehmen wird. Auch Donald Trump erfuhr von seiner endgültigen Nominierung als er nicht in Cleveland war. Der Immobilien-Milliardär sandte ebenfalls eine kurze Videobotschaft an die Delegierten.

Clinton machen sich auf Parteitag für Clinton stark

Auf dem Parteitag der US-Demokraten in Philadelphia hielt am Dienstag unter anderem die mehrfache Oscar-Preisträgerin Meryl Streep eine Rede, in der sie Clinton mit anderen Pionierinnen der US-Geschichte verglich. „Ihr habt Geschichte geschrieben“, rief Streep den Delegierten zu. Diese hatten kurz zuvor Clinton zur ersten Frau gewählt, die als Kandidatin einer der beiden großen US-Parteien ins Rennen um das Präsidentenamt geht.

Zudem machten sich die Schauspielerinnen Lena Dunham („Girls“) und America Ferrera („Ugly Betty“) in einer gemeinsamen Rede über frauen- und fremdenfeindliche Äußerungen des Kandidaten der Republikaner, Donald Trump, lustig. Ihre Kollegin Elizabeth Banks („Die Tribute von Panem“) spielte Trumps Silhouetten-Auftritt auf dessen Parteitag nach.

Die Sängerin Alicia Keys führte ihren Song „Superwoman“ in der Halle auf. Außerdem wurde ein Video eingespielt, in dem zahlreiche Prominente - unter ihnen die Schauspielerinnen Jane Fonda und Eva Longoria - sowie Sternchen ein „Kampflied“ sangen.

ms mit dpa

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