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Objektschutz vor der Moschee in Dresden.

Anschläge

Das wissen wir über die Anschläge in Dresden - das nicht

Dresden - Die Vorbereitungen für die Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden werden von zwei Anschlägen überschattet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, vieles ist aber noch unklar.

Was wir wissen:

  • Vor der Tür einer Moschee und auf der Terrasse des Kongresszentrums in Dresden explodierten am Montagabend kurz nacheinander Sprengsätze. Es entstand lediglich Sachschaden. In der Moschee hielten sich zum Zeitpunkt der Detonation ein Imam mit seiner Frau und die zwei Söhne auf, die Familie blieb unverletzt.
  • Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Sie geht bei dem Anschlag auf die Moschee aber von einem fremdenfeindlichen Motiv aus und sieht beim Kongresszentrum auch eine Verbindung zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am kommenden Wochenende.
  • Die Behörden sprechen von Sprengstoffanschlägen und eher professionell gebauten Sprengsätzen. Der Sohn des Imams fand den verrußten Verschluss einer Plastikflasche. Er erzählte von Brandsätzen, die mit Benzin und Gas gefüllt waren und einem Mann mit Motorradhelm. Die Ermittler äußerten sich mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen zunächst nicht zu Details.
  • Die Anschläge werden vom Operativen Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei untersucht, die Generalstaatsanwaltschaft Dresden führt die Ermittlungen wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.
  • Es gibt Berichte von Zeugen und Bilder aus Überwachungskameras, die ausgewertet werden.
  • Ein auf der linken Internetseite „linksunten.indymedia.org“ kurzzeitig aufgetauchtes Bekennerschreiben wird auf Echtheit und Identität geprüft.

Anschläge in Dresden: Bekennerschreiben aufgetaucht

Was wir nicht wissen:

  • Wer für die Anschläge verantwortlich ist, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Zwischen Moschee und Kongresszentrum liegen nur knapp zwei Kilometer.
  • Was explodiert ist und ob an beiden Tatorten gleichartige Mittel benutzt wurden. Die Polizei spricht von Sprengstoff, Zeugen berichten von Flaschen mit einem Benzin-Gas-Gemisch sowie Benzingeruch. Nach Informationen der „Dresdner Neuesten Nachrichten“ wurde bei dem Anschlag auf die Moschee ein Zeitzünder benutzt.
  • Über die Hintergründe der Anschläge und Motive ist bisher nichts bekannt. In dem von mehreren Medien als Screenshot und im Wortlaut veröffentlichten Schreiben wird von einem „vorverlegten Feuerwerk“ zum Tag der Deutschen Einheit gesprochen. Mit den Anschlägen solle gegen eine „frauen- und israelfeindliche Ideologie“ des Islam und gegen die verschärfte Flüchtlingspolitik protestiert werden. Der sächsische Flüchtlingsrat bezeichnete das Schreiben als eine Fälschung. Auch die Antifa distanzierte sich.

dpa

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