+
Er bekämpft gleichzeitig Oppositionelle und die IS: Syriens Präsident Baschar al-Assad.

Bombardement von Al-Raka fortgesetzt

Hinterhalt: Syrien tötet 30 Oppositionelle

Damaskus - Die syrische Armee hat Oppositionelle in eine Falle gelockt und dabei 30 Menschen getötet. Weitere Gegner des Regimes wurden verletzt.

Die syrische Armee und verbündete Kämpfer haben in einem Hinterhalt östlich der Hauptstadt Damaskus mindestens 30 oppositionelle Rebellen getötet. Bei dem Angriff seien weitere Menschen verletzt worden, berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

Demnach waren an dem Hinterhalt auch Kämpfer der libanesischen Hisbollah beteiligt. Die Schiitenmiliz unterstützt das Regime im Kampf gegen die Rebellen. In der von Rebellen kontrollierten Region östlich von Damaskus kommt es seit Monaten immer wieder zu heftigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Regimegegnern.

Bei neuen Angriffen der syrischen Luftwaffe auf die IS-Hochburg Al-Rakka starben laut einem Aktivisten zehn Menschen. Die syrischen Menschenrechtler berichteten, Flugzeuge hätten acht Angriffe auf den Ort im Nordwesten Syriens geflogen. Bei Bombardierungen Al-Rakkas waren am Dienstag mindestens 95 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen laut Medienberichten Zivilisten.

Russland will Frieden stiften

Russland will die Friedensgespräche der syrischen Regierung mit Regimegegnern wiederbeleben. Dem syrischen Außenminister Walid al-Muallim sei bei einem Besuch in Russland vorgeschlagen worden, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und gemeinsam mit der Opposition eine Regierung zu bilden, so die Tageszeitung „Al-Sharq al-Awsat“.

Al-Muallim war während eines zweitägigen Besuchs in Russland am Mittwoch in Sotschi auch mit Präsident Wladimir Putin zusammengetroffen. Die bisher letzten Friedensgespräche zwischen Regierung und Opposition waren im Frühjahr in Genf gescheitert.

Der IS ließ unterdessen in der von ihr kontrollierten nordirakischen Millionenstadt Mossul alle Mobilfunknetze abschalten, wie die irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria News berichtete. Es gab Spekulationen, dass dies eine Sicherheitsmaßnahme sein könnte.

Anfang Juli hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi in einem seiner sehr seltenen öffentlichen Auttritte in einer Mossuler Moschee gepredigt. Auch damals hatten die Extremisten laut Medienberichten vorher die Mobilfunknetze abgeschaltet.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trauerfall bei Maybrit Illner: Matthias Fornoff ersetzt Talkmasterin in ZDF-Sendung
Im ZDF-Talk „Maybrit Illner“ fehlt ausgerechnet die Gastgeberin. Der Grund ist ein trauriger.
Trauerfall bei Maybrit Illner: Matthias Fornoff ersetzt Talkmasterin in ZDF-Sendung
Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Der Linken-Abgeordnete Hunko war schon beim Referendum in der Türkei Wahlbeobachter. Anschließend geriet er in die Kritik der Regierung. Nun wollte er für die OSZE …
Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
Die Telekom-Tochter T-Systems, die sich um Großkunden kümmert, will bis 2021 rund 6000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen.
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien
Theo Waigel ist Ehrenvorsitzender der CSU. In seinem Gastbeitrag für den Münchner Merkur warnt er vor einer Trennung der Schwesternparteien CDU und CSU.
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.