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Muss sich ab Donnerstag vor Gericht verantworten: Ex-Bundespräsident Christian Wulff.

Ex-Bundespräsident vor Gericht

Hintze wünscht Wulff ein "faires Verfahren"

Berlin - Kurz vor Beginn des Strafprozesses gegen Altbundespräsident Christian Wulff hat Bundestags-Vizepräsident Peter Hintze (CDU) einen fairen Umgang mit dem früheren Staatsoberhaupt gefordert.

"Ich wünsche Christian Wulff ein faires Verfahren, in welchem das Recht über die Stimmungsmache siegt", sagte Hintze am Mittwoch "Spiegel Online". Was Wulff erlitten habe, könne kein Gericht wieder gut machen. "Dennoch hat die juristische Klärung einen hohen Wert", sagte Hintze.

Wulff und der Filmproduzent David Groenewold müssen sich ab Donnerstag vor dem Landgericht Hannover wegen Vorteilsannahme beziehungsweise Vorteilsgewährung verantworten. Hintze hatte Wulff gegen die Korruptionsvorwürfe wiederholt verteidigt.

In dem Verfahren geht es um eine Einladung Groenewolds aus dem Jahr 2008 nach München. Der Filmproduzent soll der Familie Wulff einen Teil der Kosten für Hotel und Kinderbetreuung, ein gemeinsames Abendessen und einen Oktoberfestbesuch bezahlt haben. Die fragliche Summe beläuft sich auf insgesamt rund 750 Euro.

Ex-Bundespräsident Wulff vor Gericht: Hintergründe

Ex-Bundespräsident Christian Wulff vor Gericht: Hintergründe zum Prozess

Wulff ist der erste Bundespräsident, der sich vor einem Strafgericht verantworten muss. Er war am 17. Februar 2012 zurückgetreten, nachdem die Staatsanwaltschaft ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen hin wegen Korruptionsverdachts eröffnet hatte.

AFP

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