+
Petra Hinz.

Nach Mandatsniederlegung

Hinz kündigt Austritt aus der SPD an

Berlin - Die wegen ihres gefälschten Lebenslaufs in die Kritik geratene SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz hat offensichtlich endgültig genug von ihrer Partei.

Sie wolle aus der SPD austreten, bleibe aber trotzdem "überzeugte Sozialdemokratin", sagte die 54-Jährige nach Angaben vom Donnerstag der "Westdeutschen Zeitung" und weiteren Blättern. "Es tut zwar weh, aber das geht auch ohne Parteibuch", fügte Hinz hinzu.

Sie werde ihr Parteibuch zurückgeben, sobald die SPD ihre Nachfolge geregelt habe, sagte Hinz. Sie wolle verhindern, dass das Mandat verloren gehe. Die Essener SPD-Bundestagsabgeordnete hatte zuvor in den Zeitung angekündigt, dass sie ihr Bundestagsmandat bei einem Notar zum 31. August niederlegen werde.

Hinz hatte Mitte Juli eingeräumt, Abitur und einen Juraabschluss in ihrem Lebenslauf erfunden zu haben. Die 54-Jährige erklärte sich nach Bekanntwerden der gefälschten Vita zum Mandatsverzicht bereit. Da sie diesen Schritt aber zunächst nicht vollzog, geriet sie zunehmend unter Druck in ihrer eigenen Partei.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Umfrage: AfD jetzt bei 14 Prozent
Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die AfD ist nach dem Jamaika-Aus klar im Aufwind bei 14 Prozent. Hier finden Sie die neueste Umfrage und Prognose zur AfD.
Aktuelle Umfrage: AfD jetzt bei 14 Prozent
Wehrbeauftragter Bartels stellt Zahl der Auslandseinsätze in Frage
Hans-Peter Bartels hat sich dafür ausgesprochen die Zahl der Auslandseinsätze der Bundeswehr zu verringern. Der aktuelle Wehrbeauftragte des Bundestags sagte, dass die …
Wehrbeauftragter Bartels stellt Zahl der Auslandseinsätze in Frage
Kubicki: Was FDP vorgeworfen wird, kann man auch SPD vorwerfen
Die FDP hat einer Jamaika-Koalition den Todesstoß verpasst. Noch immer streiten die Parteien, wer der Schuldige ist - und ob es Neuwahlen geben soll. Alle News in …
Kubicki: Was FDP vorgeworfen wird, kann man auch SPD vorwerfen
Keine Koalition in Sicht: So geht es jetzt weiter
Jamaika ist gescheitert. Nun braucht Berlin neue Lösungen. So sieht der Fahrplan für die kommenden Wochen aus - bis hin zu einer möglichen Neuwahl.
Keine Koalition in Sicht: So geht es jetzt weiter

Kommentare