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Petra Hinz.

Nach Mandatsniederlegung

Hinz kündigt Austritt aus der SPD an

Berlin - Die wegen ihres gefälschten Lebenslaufs in die Kritik geratene SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz hat offensichtlich endgültig genug von ihrer Partei.

Sie wolle aus der SPD austreten, bleibe aber trotzdem "überzeugte Sozialdemokratin", sagte die 54-Jährige nach Angaben vom Donnerstag der "Westdeutschen Zeitung" und weiteren Blättern. "Es tut zwar weh, aber das geht auch ohne Parteibuch", fügte Hinz hinzu.

Sie werde ihr Parteibuch zurückgeben, sobald die SPD ihre Nachfolge geregelt habe, sagte Hinz. Sie wolle verhindern, dass das Mandat verloren gehe. Die Essener SPD-Bundestagsabgeordnete hatte zuvor in den Zeitung angekündigt, dass sie ihr Bundestagsmandat bei einem Notar zum 31. August niederlegen werde.

Hinz hatte Mitte Juli eingeräumt, Abitur und einen Juraabschluss in ihrem Lebenslauf erfunden zu haben. Die 54-Jährige erklärte sich nach Bekanntwerden der gefälschten Vita zum Mandatsverzicht bereit. Da sie diesen Schritt aber zunächst nicht vollzog, geriet sie zunehmend unter Druck in ihrer eigenen Partei.

afp

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