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Kurz vor der Nationalratswahl 2019 sorgt der neue FPÖ-Chef Hofer mit einer drastischen Maßnahme für Aufsehen.

Glückwünsche am 20. April 2014

Sanktion von FPÖ-Chef wegen Facebook-Gratulation an Hitler-Geburtstag

Knapp eine Woche nach der Wahl zum neuen Chef der FPÖ wendet Norbert Hofer erstmals sein Durchgriffsrecht an und geht gegen Parteikollege Martin Huber vor. Grund: ein Facebook-Post.

Wien/St. Pölten - In Kürze steht die Nationalratswahl 2019 in Österreich an. Eine Woche zuvor hat der frischgebackene FPÖ-Chef Norbert Hofer die Parteimitgliedschaft des Landesfraktionschefs Niederösterreich, Martin Huber, suspendiert. Als Ursache führt Hofer einen fünf Jahre alten Facebook-Post am Tag von Adolf Hitlers Geburtstag an, wie der Parteichef am Samstag mitteilte. 

Demnach habe Huber am 20. April 2014 via Facebook all jenen gratuliert, die an diesem Tag Geburtstag haben. „Eine Recherche ergab, dass Huber an keinem anderen Tag Geburtstagswünsche ausgesprochen hatte“, teilte Hofer mit.

FPÖ: Hofer wendet erstmals Durchgriffsrecht an

Norbert Hofer war vor einer Woche auf einem Parteitag zum neuen FPÖ-Chef gewählt worden (hier geht‘s zum Porträt). Dort erhielt er auch ein Durchgriffsrecht bei Parteiausschlüssen, mit dem er gegen Vorfälle am rechten Rand der Partei vorgehen will. 

Kritiker sahen darin aber in erster Linie eine Machtkonzentration beim Parteivorsitzenden. Das Durchgriffsrecht hat Hofer nun eine Woche nach seiner Wahl erstmals angewandt.

Nationalratswahl in Österreich 2019: Wann ist die Wahl? Welche Kandidaten treten an? Was sagen die Umfragen? Alle Infos zur Wahl finden Sie hier.

dpa/pf

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