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CSU Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg .

Hitler-Gruß: CSU feuert Strategiechef

München - Generalsekretär Guttenberg muss seinen engsten Vertrauten entlassen.

Die CSU hat wegen eines Nazi-Skandals den Leiter ihrer Strategie-Abteilung gefeuert. Der 32-Jährige hatte vor 16 Jahren auf einer Feier angetrunken mit drei Bekannten den Hitler-Gruß gezeigt und war dabei fotografiert worden. Gestern tauchte die belastende Aufnahme wieder auf.

Der leitende Angestellte, immerhin engster Vertrauter und ein langjähriger Mitarbeiter von CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg, musste am Mittag sein Büro räumen und die Landesleitung verlassen, erfuhr unsere Zeitung.

"Dieses Verhalten ist inakzeptabel", sagte Guttenberg. Der CSU-Bundestagsabgeordnete selbst hatte den jungen Adeligen aus Franken eingestellt und zunächst zu seinem Büroleiter in Berlin aufgebaut. Als Guttenberg Generalsekretär wurde, installierte er den 32-Jährigen als rechte Hand in der Landesleitung. Der Mitarbeiter sollte die Abteilungen Strategie und Kommunikation koordinieren und zog vor zwei Wochen als einer der ranghöchsten Angestellten an der Nymphenburger Straße ein.

Guttenberg beteuert, ihm sei von rechtsradikaler Gesinnung seines Mitarbeiters nichts bekannt gewesen. Kollegen in der Landesleitung äußern sich ähnlich. Allerdings war der 32-Jährige mit einer sehr forschen und selbstbewussten Art in der CSU-Zentrale heftig angeeckt.

cd

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