+
Donald Trump hatte Drohungen eines 32-Jährigen erhalten.

Nach Attentats-Drohungen

"Hochgefährlicher" Trump-Gegner in den USA gefasst

Readstown - Im US-Bundesstaat Wisconsin hat die Polizei einen Trump-Gegner festgenommen. Der Mann hatte angeblich mit einem Attentat gedroht.

Nach tagelanger Fahndung ist in den USA ein laut Polizei "hochgefährlicher" Gegner von Präsident Donald Trump gefasst worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, spürten Beamte den 32-Jährigen am Donnerstag auf einer Farm im Mittelweststaat Wisconsin auf, wo er wild zeltete. Der Mann soll ein Waffengeschäft ausgeraubt und ein Anti-Trump-Manifest ans Weiße Haus geschickt haben. Er ließ sich nach Angaben der örtlichen Behörden widerstandslos festnehmen. 

Die Polizei in Wisconsin hatte mit einem Großaufgebot von etwa 150 Beamten nach dem Mann gesucht. Er hatte den Angaben zufolge am Dienstag vergangener Woche einen Waffenhändler in Janesville überfallen und dabei 16 "Luxus-Feuerwaffen" erbeutet. Anschließend habe er ein Auto in Brand gesetzt. 

Attentat angekündigt

Ein Arbeitskollege des Verdächtigen sagte nach Angaben der Polizei aus, dass dieser angekündigt habe, Waffen stehlen zu wollen, um damit ein Attentat zu verüben. Zudem soll er sich eine schusssichere Weste und einen Helm gekauft haben. 

Der 32-Jährige schickte nach den Polizei-Angaben außerdem ein 161 Seiten langes Pamphlet per E-Mail an Trump, in dem er dessen Politik verurteilte und die soziale Ungerechtigkeit in den USA anprangerte. Es handele sich um "eine lange Liste von Ungerechtigkeiten, von denen er glaubt, dass die Regierung und Gesellschaft und die Oberschicht sie dem Rest der Bürger auferlegt haben", sagte der Sheriff des Verwaltungsbezirks Rock County, Robert Spoden. 

Anrufer gab entscheidenden Tipp

Den entscheidenden Tipp zur Festnahme gab ein Anrufer. Er berichtete laut Spoden, dass sich ein verdächtiger Mann auf der Farm nahe Readstown aufhalte und sich weigere, das Grundstück zu verlassen. Der Anrufer gab demnach auch den Hinweis, dass der Mann dem zur öffentlichen Fahndung Ausgeschriebenen ähnele. Readstown liegt etwa 200 Kilometer von Janesville entfernt. 

Ein Einsatzteam fuhr daraufhin zu der Farm und nahm Kontakt zu dem Verdächtigen auf, der sich laut Polizei "ohne Vorfall" abführen ließ. Er wurde kurz danach als der Gesuchte identifiziert. Währen der Fahndung war der Schutz der Kirchen in der Region verstärkt worden, da der 32-Jährige in seinem Manifest auch anti-religiöse Standpunkte geäußert haben soll.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Gewalt in Cottbus erneut Demo gegen Zuwanderung
Cottbus (dpa) - Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen in Cottbus sind dort erneut viele Menschen gegen Zuwanderung auf die …
Nach Gewalt in Cottbus erneut Demo gegen Zuwanderung
Erneute Angriffe auf syrisches Ost-Ghuta
400 000 Menschen sind nahe Damaskus eingeschlossen. Die syrische Regierung setzt ihre Bombardements mit vielen Toten fort, nur Stunden bevor die UN erneut um eine …
Erneute Angriffe auf syrisches Ost-Ghuta
Seehofer attackiert Merkel – und droht SPD mit GroKo-Aus
CDU-Chefin Angela Merkel will am Sonntag bekannt geben, wer in ihrer Partei welchen Ministerposten bekommt. Das gefällt Horst Seehofer gar nicht. Auch in Richtung SPD …
Seehofer attackiert Merkel – und droht SPD mit GroKo-Aus
Seehofers Rücktritt naht: Wie macht er’s?
In den nächsten drei, vier Wochen steht die offizielle Rücktrittserklärung von Horst Seehofer an. Wie ein Ministerpräsident sein Amt los wird, steht in Bayerns Gesetzen …
Seehofers Rücktritt naht: Wie macht er’s?

Kommentare