Armin Laschet (CDU) besucht Hochwassergebiete und fordert schnelle Hilfen, sowie eine Sondersitzung vom Bund.
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Erneut fordert Laschet in den Hochwasser-Gebieten einen schnellen Wiederaufbau - sofort, solidarisch und sicher soll es sein.

„Nationale Aufgabe“

Hochwasser-Katastrophe: Laschet fordert Sondersitzung und „klares Signal“

  • Veronika Silberg
    VonVeronika Silberg
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Erneut betont Armin Laschet seine Versprechen für Hilfen in den Flutgebieten. Schnell soll es gehen und ohne Obergrenze. Vom Bund fordert er ein Wiederaufbaugesetz.

Düsseldorf – Nach der Hochwasser-Katastrophe soll es nun schnell gehen, befindet Armin Laschet und fordert in der Bild am Sonntag ein Wiederaufbaugesetz. Der Bundestag müsse zusammenkommen und Hilfen beschließen. Schon bei seinem Besuch vor Ort hatte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident seine Anteilnahme betont, sich die Tränen aus dem Gesicht gestrichen und Hilfe versprochen. Dort hatte er aus der Bevölkerung nicht nur Zuspruch geerntet.

Erneut macht der Kanzlerkandidat Forderungen für die Katastrophengebiete deutlich und richtet sie diesmal direkt an den Bund. Von dem, sowie von den Ländern, erwarte er nun klare finanzielle Zusagen für den Wiederaufbau in den Hochwasserregionen. „Von der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag muss ein klares Signal kommen: Ein umfassender Wiederaufbau für die Flutgebiete - sofort, solidarisch und sicher für die nächsten Jahre“, so Laschet in der Bild am Sonntag.

Armin Laschet fordert Sondersitzung und Wiederaufbaugesetzt: „Keine Obergrenze“ für Tod und Leid

Allein in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gehe es um Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe. Eine „nationale Aufgabe“ sei das, betont der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und verspricht Mittel in unbegrenzter Höhe: „Tod und Leid können wir nicht wieder gut machen, aber nach dem Wiederaufbau soll keine Stadt, kein Dorf, keine Familie schlechter dastehen als vorher. Dafür gibt es keine Obergrenze.“ Es seien nicht allein die Milliarden von Bund und Ländern gefragt. Auch Bauunternehmen und Handwerker aus dem gesamten Bundesgebiet würden mehrere Monate im Einsatz sein müssen.

Laschet forderte zudem eine schnelle Sondersitzung des Bundestags, Rechtssicherheit und einen Sonderbeauftragten für die Fluthilfe. „Damit unsere Hilfen schnell, zielgenau und passend sind“, so Laschet. Kein Unternehmen solle Insolvenz anmelden müssen. Am Samstagnachmittag traf sich der Ministerpräsident laut dpa mit mehreren Vertretern der von der Flutkatastrophe am stärksten betroffenen Kommunen in NRW. Zuletzt musste sich Armin Laschet einigen Vorwürfen aussetzen, auch die Hochwasser betreffend. Sein viel diskutierter Lacher oder die Kritik am Krisenmanagement an sich, dürften die Bundestagswahl im Herbst überschatten. (vs/afp)

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