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Das "Denkmal der Schande" in Sichtweite des AfD-Politikers Höcke.

Monumentale Aktion

Holocaust-Mahnmal vor Höckes Haustür: Youtube-Account der Künstler gelöscht

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Vor rund zehn Monaten hielt Björn Höcke in Dresden seine skandalöse Rede, in der er das Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ bezeichnet hat. Aktivisten haben darauf reagiert und es ihm direkt vor die Haustür gebracht. Mittlerweile wurde der Youtube-Account der verantwortlichen Künstler gelöscht.

Björn Höcke

Bornhagen - Politaktivisten haben vor einem Grundstück des Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke 24 Betonstelen errichtet, die an das Holocaustmahnmal in Berlin erinnern sollen. Die Aktion in Bornhagen sei nach der skandalösen Dresdner Rede Höckes vorbereitet worden, in der dieser den Berliner Erinnerungsort für die ermordeten Juden Europas im Januar als "Denkmal der Schande" bezeichnet hatte, teilten die Aktivisten des Zentrums für Politische Schönheit am Mittwoch mit.

„Er soll sich jeden Tag, wenn er aus dem Fenster schaut, am Anblick erfreuen,“ sagt Philipp Ruch, der künstlerische Leiter des Zentrums im Interview mit der Frankfurter Rundschau. „Wer genau hinschaut, wird merken, dass wir das Holocaust-Mahnmal in Bornhagen um 180 Grad gegenüber dem Berliner versetzt haben. So, wie er es forderte“, fügt er hinzu und bezieht sich damit auf die Forderung Höckes nach einer erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad.

In einem Video begründet das Zentrum für Politische Schönheit die Aktion und wirbt um Spenden für das Mahnmal. Es sollen bereits 18.000 Euro für da Projekt zusammen gekommen sein, berichtet das Nachrichtenportal ze.tt.

Die Gruppe mietete nach eigenen Angaben nach Höckes Rede - also schon vor zehn Monaten - verdeckt das an Höckes Besitz angrenzende Grundstück an. Seitdem beobachteten Aktivisten Höcke demnach von dem Grundstück aus. Es seien dabei "mehrere aufschlussreiche Dossiers" entstanden. Die nun errichteten Stelen sollen bis Ende 2019 stehen bleiben, zur Finanzierung sammelt die Gruppe Spenden.

Ob Björn Höcke das Mahnmal schon bemerkt hat, ist nicht bekannt. Das Zentrum für politische Schönheit hat eigens dazu einen Live-Stream bei Youtube eingerichtet. Allerdings ist dieser nicht mehr zu sehen. Wie netzpolitik.org berichtete wurden der Account der verantwortlichen Künstler sowie das Video und der Live-Stream gelöscht. Während der Account wieder da ist, sind Livestream und Video der Aktion noch immer nicht verfügbar.

vf/AFP

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