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Anton Hofreiter.

Koalition im Freistaat?

Hofreiter schließt Schwarz-Grün in Bayern nicht aus

Es wird heißer: Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter, hat eine schwarz-grüne Koalition in Bayern nach der Landtagswahl im Herbst nicht ausgeschlossen.

"Wir haben in den Jamaika-Sondierungen bewiesen, dass wir an notwendigen Stellen kompromissbereit sind", sagte Hofreiter am Donnerstag im „Bayerischen Rundfunk“. Allerdings sei dafür auch von der CSU Entgegenkommen nötig. "Wenn die weiter von konservativer Revolution faseln, was ein Begriff aus dem ganz, ganz rechten Lager ist, dann wird es natürlich ganz schwierig."

Einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Bayerischen Rundfunks zufolge hätte eine schwarz-grüne Landesregierung nach der Landtagswahl im Oktober derzeit mit 46 Prozent die größte Zustimmung in der bayerischen Bevölkerung. Laut der Erhebung sind die derzeit allein regierenden Christsozialen künftig auf einen Koalitionspartner angewiesen. In Bayern wird voraussichtlich am 14. Oktober ein neuer Landtag gewählt.

Freie Wähler werben für Schwarz-Orange

Die freien Wähler streben nach der Wahl eine Koalition mit der CSU ausdrücklich an. Parteichef Hubert Aiwanger geht davon aus, dass sich damit auch die CSU-Basis leichter täte als mit einer schwarz-grünen Koalition. "Bayern soll weiter bürgerlich regiert werden - aber eben nicht von der CSU allein", sagte er dem "Straubinger Tagblatt" und der Landshuter Zeitung vom Freitag laut einer Vorabmeldung. "Das wollen wir angehen - Schwarz-Orange 2018."

Kurz vor dem Führungswechsel von Ministerpräsident Horst Seehofer zu seinem Nachfolger Markus Söder befindet sich die CSU in der politischen Stimmung in Bayern auf einem Tiefstand. Laut der BR-Umfrage kämen die Christsozialen derzeit nur noch auf 40 Prozent Zustimmung. Das ist der schlechteste je für die CSU gemessene Wert in der seit 20 Jahren erhobenen jährlichen Umfrage. Gegenüber dem Bayerntrend vom Januar vor einem Jahr liegt die CSU damit um fünf Prozentpunkte niedriger.

afp

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