+
Landkreistagspräsident Christian Bernreiter (CSU).

Landkreistagspräsident Bernreiter

Kostenexplosion für unbegleitete junge Flüchtlinge erwartet

München - Landkreistagspräsident Christian Bernreiter (CSU) rechnet mit einem explosionsartigen Anstieg der Kosten für die Betreuung und Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Die Ausgaben von 51 Millionen Euro aus dem vergangenen Jahr würden sich 2015 mindestens verdreifachen, sagte Bernreiter am Sonntagabend. In einem Interview der „Mainpost“ (Montag) erläuterte er, für jeden unbegleiteten minderjährigen Flüchtling müssten jährlich rund 60 000 Euro ausgegeben werden. „Bei aktuell 8500 unbegleiteten Flüchtlingen in Bayern kommt man da auf eine Summe von rund 510 Millionen Euro. Und wir haben erst Jahresmitte.“ Durch eine bundesweite Umlegung der Kosten nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel ergäbe sich für den Freistaat unter dem Strich aber eine deutlich niedrigere Summe, wie er am Abend erläuterte.

Bernreiter forderte deshalb eine stärkere Unterstützung durch Freistaat und Bund und neue Regeln für die Verteilung der jungen Flüchtlinge. Die Kommunen bräuchten rasche Hilfen, sagte der Deggendorfer Landrat. „Wir schaffen das einfach nicht mehr.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Britisches Unterhaus verabschiedet wichtiges Brexit-Gesetz
Das Unterhaus des britischen Parlaments hat ein wichtiges Brexit-Gesetz verabschiedet. Damit hat EU-Recht nicht mehr Vorrang vor nationalem Recht.
Britisches Unterhaus verabschiedet wichtiges Brexit-Gesetz
Guttenberg blickt kritisch nach Deutschland - und erinnert Merkel an ihren Auftrag
Karl-Theodor zu Guttenberg sieht von außen zu, wie die großen Parteien Deutschlands versuchen, eine neue Koalition zu bilden. Der einstige Hoffnungsträger der Union …
Guttenberg blickt kritisch nach Deutschland - und erinnert Merkel an ihren Auftrag
Ausnahmezustand in der Türkei vor sechster Verlängerung
Die türkische Führung will den Ausnahmezustand zum sechsten Mal verlängern. Eine Zustimmung des Parlaments gilt als sicher. Menschenrechtler kritisieren die Maßnahme …
Ausnahmezustand in der Türkei vor sechster Verlängerung
Facebook prüft möglichen russischen Einfluss auf Brexit-Entscheidung
Facebook wird nach Druck aus der britischen Politik ausführlich prüfen, ob es beim Online-Netzwerk russische Kampagnen vor der Brexit-Entscheidung im Sommer 2016 gab.
Facebook prüft möglichen russischen Einfluss auf Brexit-Entscheidung

Kommentare