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Aufnahmestelle für Flüchtlinge Zirndorf

Ergebnis einer Kleinen Anfrage 

Hohe Rückkehrquote: Abgelehnt – ausgereist

Berlin - Die Hälfte aller 2014 und 2015 rechtskräftig abgelehnten Asylbewerber hat Deutschland bis zum 1. Januar 2016 wieder verlassen.

Laut Bundesregierung liegt die Quote bundesweit bei 51 Prozent, berichtete die „Welt“ unter Berufung auf eine Kleine Anfrage der Linke-Fraktion. In der Antwort der Bundesregierung werde hervorgehoben, dass Hessen mit 68 Prozent eine vergleichsweise hohe Quote aufweise, Baden-Württemberg mit 46 Prozent eine besonders niedrige.

Die hohe Rückehrquote ergibt sich der Zeitung zufolge vor allem durch die zahlreichen Migranten aus den sechs Westbalkanstaaten, die geringe Asylchancen besitzen. Bewerber aus diesen Ländern müssten zum ganz überwiegenden Teil wieder in ihre Heimat zurückkehren.

Aus der Antwort der Bundesregierung gehe zudem hervor, dass zum Stichtag 31. März 28 510 Schutzsuchende seit mehr als zwei Jahren auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag warteten. 3808 Verfahren seien seit mehr als drei Jahren anhängig, 96 655 seit mehr als einem Jahr. Ein Asylverfahren in Deutschland dauere ab Antragstellung im Durchschnitt sechs Monate. Dabei waren die Verfahren im ersten Quartal 2016 insbesondere bei afghanischen (15 Monate), eritreischen (11,7), iranischen (17,6) und pakistanischen Asylsuchenden (18,9 Monate) sehr lang.

Im ersten Quartal 2016 erhielten die Antragsteller bei 71% der Asylverfahren eine Schutzzusage. Am höchsten lagen die Quoten bei Syrern (100%), Eritreern (99,3%), Staatenlosen (98,7%) und Flüchtlingen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit (97,1%).

mm

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