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Muss wegen der Fehler im Umgang mit Berlin-Attentäter Anis Amri aussagen: BKA-Chef Holger Münch steht vor dem Düsseldorfer Untersuchungsausschuss Rede und Antwort.

Größte Zahl in Nordrhein-Westfalen

BKA-Chef Münch: 602 islamistische Gefährder in Deutschland

Düsseldorf - Nach Informationen des BKA leben aktuell 602 Menschen in Deutschland, die als islamistische Gefährder eingestuft werden. Besonders ein Bundesland gerät in den Fokus.

In Deutschland sind aktuell 602 Menschen als islamistische Gefährder eingestuft. Diese Zahl nannte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, am Montag vor dem Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags zum Fall des Berlin-Attentäters Anis Amri. Die Zahl der Gefährder sei zuletzt "rasant gestiegen", sagte Münch.

Allein 210 islamistische Gefährder gibt es Münch zufolge in Nordrhein-Westfalen. Das bevölkerungsreichste Bundesland liegt damit bei der Gefährderzahl deutschlandweit auf Platz eins, gefolgt von Berlin und Baden-Württemberg.

Untersuchungsausschuss soll Behördenfehler überprüfen

Der Düsseldorfer Untersuchungsausschuss will mögliche Behördenfehler im Umgang mit Amri überprüfen. Der Tunesier hatte am 19. Dezember den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche verübt, bei dem zwölf Menschen starben und dutzende weitere verletzt wurden.

Behörden in Nordrhein-Westfalen hatten Amri bereits im Februar 2016 als islamistischen Gefährder eingestuft. Vor dem Lastwagenattentat auf dem Breitscheidplatz konnte der Islamist allerdings untertauchen.

Anti-Terror-Einsatz im Video: Hier wird für den Ernstfall geübt

afp/Video: snacktv

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