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Dem Holocaust-Leugner Williamson war die Tragweite seiner Äußerung bereits kurz nach dem Interview bewusst.

Holocaust-Leugner verurteilt

Williamson muss Geldstrafe zahlen

Regensburg - Der britische Bischof Richard Williamson muss für sein Leugnen des Holocaust eine Geldstrafe zahlen. So entschied heute das Landgericht Regensburg.

Der britische Bischof Richard Williamson muss für sein Leugnen des Holocaust eine Geldstrafe zahlen. Im Berufungsprozess verurteilte das Landgericht Regensburg den 73-Jährigen am Montag wegen Volksverhetzung zur Zahlung von 1800 Euro. Die Kammer bestätigte damit ein gleichlautendes Urteil des Amtsgerichts Regensburg vom Januar dieses Jahres. Der ehemalige Bischof der erzkonservativen Pius-Bruderschaft hatte 2008 in einem nahe Regensburg geführten Fernsehinterview den Massenmord an sechs Millionen Juden durch die Nazis und die Existenz von Gaskammern abgestritten.

Nach dem Interview, indem Richard Williamson den Holocaust geleugnet hatte, war er sich der Trageweite dessen bereits bewusst. Das sagte der damalige Leiter des Priesterseminars der Piusbrüder in Zaitzkofen, Stefan Frey, am Montag vor dem Landgericht Regensburg. In der Kapelle der Piusbrüder nahe der Domstadt hatte Williamson einem schwedischen TV-Sender ein Interview gegeben, in dem er den Mord an sechs Millionen Juden geleugnet hatte. „Ich hoffe, dass ich nichts Falsches gesagt habe“, soll der heute 73-Jährige unmittelbar nach dem Interview gesagt haben, erläuterte Frey. Der ehemalige Bischof der Piusbrüder Williamson musste sich wegen Volksverhetzung verantworten.

dpa

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