Bundestag zeigt auf

Ehe für alle: So haben die einzelnen Parteien gewählt

Der Bundestag hat sich heute mehrheitlich für eine „Ehe für alle“ entschieden. 623 Abgeordnete hatten teilgenommen - 393 Abgeordnete sprachen sich für eine rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare aus. Wie wählten die einzelnen Parteien?

Beschlossene Sache: Die Ehe soll in Zukunft auch für gleichgeschlechtliche Paare rechtlich möglich sein. Das hat der Bundestag heute beschlossen. Obwohl Angela Merkel sich gegen die Entscheidung gestellt hat, haben zumindest 75 der eigenen CDU/CSU-Mitglieder nichts gegen die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare gehabt.

Wie haben einzelne Parteien entschieden? 

Sieben CSU-Bundestagsabgeordnete haben für die Ehe für alle gestimmt. Dies waren nach Angaben des Deutschen Bundestags vom Freitag Bernd Fabritius, Astrid Freudenstein, Hans Michelbach, Wolfgang Stefinger, Dagmar Wöhrl, Tobias Zech und Gudrun Zollner. Silke Launert hat sich bei der Abstimmung enthalten, wie aus einer Übersicht hervorgeht. Matthäus Strebl und Marlene Mortler haben nicht mit abgestimmt. Der Bundestag stimmte mit einer Mehrheit von 393 Stimmen für eine völlige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare. CSU-Chef Horst Seehofer hatte sich gegen die Ehe für alle ausgesprochen, es den Bundestagsabgeordneten seiner Partei aber überlassen, ihrer eigenen Überzeugung folgend zu votieren.

Andere Parteien waren sich einig

Die Linke, SPD, B90/Grüne waren sich alle eins: sie wollen eine Ehe für alle. Das beweisen auch die Grafiken des Deutschen Bundestags - lediglich zwei Parteimitglieder enthielten sich.

nm

Rubriklistenbild: © dpa

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