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Die Krankenkassen fordern eine bessere Patientenversorgung von den Ärzten, weil diese jetzt mehr Geld verdienen.

Honorarzuwachs: Ärzte sollen sich jetzt mehr Zeit nehmen

Berlin - Im Schnitt haben Ärzte im ersten Halbjahr 2009 mehr verdient. Das soll sich auf die Patienten auswirken, fordern die Krankenkassen. Ärzte sollten sich mehr Zeit für sie nehmen.

Nach den deutlichen Honorarsteigerungen für Ärzte kritisiert der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen das Verhalten der Mediziner scharf. Die Zahlen entlarvten den Protest der Ärztefunktionäre als “reine Panikmache und haltlosen Populismus auf Kosten der Patienten“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, der “Berliner Zeitung“. Von der Ärzteschaft erwarte er, dass Patienten nun wieder ordentlich versorgt würden.

Aus Protest waren Patienten abgewiesen und Praxen geschlossen worden. Auch nach Ansicht von Verbraucherschützern sollten die gestiegenen Ärzte-Honorare den Patienten zugute kommen. Der Gesundheitsexperte des Bundesverbandes Verbraucherzentralen, Stefan Etgeton, sagte der “Frankfurter Rundschau“: “Man kann nur hoffen, dass sich die Ärzte mehr Zeit nehmen. Und es nicht mehr so ist, dass zum Ende des Quartals die Praxen geschlossen werden, was ja schon vorkam.“

Verbraucherschützer: Ärzte ruhig anzeigen

Der Verbraucherschützer riet Patienten, denen der Arzt die Behandlung mit dem Argument verweigert, sein Budget sei aufgebraucht, den Doktor bei der Krankenkasse anzuzeigen. “Auch wenn man den Eindruck hat, dass der Arzt über längere Zeit nur noch Privatpatienten behandelt, sollte man das ruhig der Kasse melden.“ Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte am Montag in einer erste Bilanz berichtet, dass die umstrittene Honorarreform zwei von drei Praxisärzten in Deutschland teils deutlich höhere Einkommen gebracht hat. Im Schnitt verdienten die rund 140.000 Ärzte im ersten Quartal 7,8 Prozent mehr.

Der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem forderte Änderungen an der Reform der Ärzte-Honorare: “Auf Bundesebene muss es möglichst zum 1. Januar 2010 eine Überarbeitung der Regeln zur Honorarverteilung geben“, sagte er der “Passauer Neuen Presse“. “Wir haben mit den Regeln, die seit Januar dieses Jahres gelten, zu stark nivelliert: Praxen, die auf dem Papier viele Patienten haben, die sie aber relativ wenig behandeln, sind sehr gut weggekommen. Praxen, die wenige Patienten haben, je Patient aber ein höheres Volumen ärztlicher Leistungen abrechnen, sind schlecht weggekommen.“ Auch müssten einzelne Arztgruppen besser gestellt werden als bisher: “Psychiater beispielsweise oder Augenärzte, die nicht operieren. Für sie wird man möglicherweise in der Honorarverteilung etwas tun müssen.“

dpa

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