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Horst Seehofer hält es für möglich, dass die AfD bei der Bundestagswahl unter 5 Prozent bleibt.

„Das hängt in erster Linie von uns ab“

Seehofer: AfD keineswegs sicher im Bundestag

München - Nach dem nur einstelligen AfD-Ergebnis bei der Saarland-Wahl hat CSU-Chef Horst Seehofer Zweifel an einem Einzug der rechten Partei in den Bundestag angemeldet.

„Es kann sein, dass die AfD nicht in den Deutschen Bundestag einzieht“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag in München - und fügte hinzu: „Das hängt in erster Linie von uns ab.“ Das bedeute nicht, dass man nun die „Parolen“ der AfD übernehmen werde, betonte er. Vielmehr müsse man eine „kluge Politik“ machen und den Menschen zeigen, dass man für deren Interessen kämpfe und sich um deren Probleme kümmere.

Seehofer: Merkel zu untersützen ist richtig

Seehofer wertete den Ausgang der Saarland-Wahl in erster Linie als Erfolg der dortigen Regierung von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Er sprach aber auch von Rückenwind für die Union insgesamt - und einem Zeichen dafür, dass es richtig sei, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundestagswahlkampf zu unterstützen.

„Wir werden die Wahl nur mit ihr gewinnen und mit niemandem sonst“, sagte Seehofer, der seit Beginn der Flüchtlingskrise selbst lange zu den schärfsten Kritikern Merkels gehört hatte. Mit Blick auf nach wie vor bestehende Vorbehalte in der CSU gegen Merkel forderte er, „Selbstbetrachtungen“ und „Selbstanklagen“ müssten jetzt aufhören.

Seehofer warnte aber auch, man dürfe aus dem Rückenwind „nicht wieder einen Hype machen“. Dass der diesjährige Bundestagswahlkampf vielleicht der schwierigste seit der Deutschen Einheit sei, daran habe die Saarland-Wahl nichts verändert. Es warte noch harte Arbeit.

dpa

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