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Das war die letzte Tour: Seehofer im November in China

Vor Saudi-Arabien-Reise

Seehofer ermahnt Abgeordnete

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München - Horst Seehofer bittet um korrektes Benehmen: Wer das nicht beherrscht, darf nicht mit ihm auf Reisen.

Mit einer knappen Belehrung über korrektes Benehmen im Ausland lädt Ministerpräsident Horst Seehofer zwei Abgeordnete zu seiner Golf-Reise ein. Er wolle darauf hinweisen, „dass ich auf die Einhaltung der Verhaltensregeln Wert lege, die für politische Delegationsreisen geboten und auch international üblich sind“, steht in seinem Brief an die Fraktionschefs, der dem Münchner Merkur vorliegt.

Seehofer fliegt am 18. April nach Saudi-Arabien, Oman und Katar. Eigentlich ist das wie die Mitreise von Parlamentariern Routine. Nach dem Krach um Alleingänge der grünen Fraktionschefin Margarete Bause auf der China-Reise im November hat der verärgerte Seehofer aber wenig Freude an Reisegefährten.

Die viertägige Golf-Tour ist deshalb nur als „kleine“ Delegationsreise angelegt: Je ein Vertreter von CSU und Opposition darf mit, in diesem Fall CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer und der Freie Wähler Alexander Muthmann. Diese seien „Teil meiner Delegation“, weist Seehofer ausdrücklich hin.  In Saudi-Arabien und Katar, wo man Kritik an der Menschenrechts-Situation üben könnte, will er weitere Alleingänge verhindern.

Bause hatte in China, ohne Seehofer zu informieren, den kritischen Künstler Ai Weiwei getroffenund damit laut Staatsregierung diplomatischen Schaden angerichtet. „Der Auftritt hat Spuren hinterlassen, das hat man gemerkt“, sagte Finanzminister Markus Söder vergangene Woche am Rande seines China-Besuches. „Es ist ganz gut, dass wir das eine oder andere wieder geraderücken konnten.“

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