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Ziel erreicht: Horst Seehofer ist mit seiner Reise nach Russland sehr zufrieden.

Zum Abschluss seines Staatsbesuchs

In Moskaus Silicon Valley: Seehofer erforscht Russlands Zukunft

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Moskau - Zum Abschluss seines Besuchs in Russland besucht Horst Seehofer Moskaus Silicon Valley. Dabei gerät selbst der CSU-Chef ins Staunen.

„Kann der auch Hindernissen ausweichen?“ Horst Seehofer will den russischen Roboter unbedingt selbst testen. Der selbstfahrende Gabelstapler bleibt brav stehen, als sich ihm Bayerns Ministerpräsident während seines Besuchs im Innovationszentrum Skolkovo vor den Toren Moskaus in den Weg stellt. Seehofer wirkt am letzten Tag der Russland-Reise entspannt: „Ich bin zufrieden.“

Das „ernsthafte, klare und inhaltsreiche“ Gespräch mit Wladimir Putin habe seine Erwartungen voll erfüllt. „Immer wieder dafür zu werben, dass die Prozesse zur Normalisierung weitergehen - das war mein Anliegen. Aber es sind noch dicke Bretter, die hier zu bohren sind,“ sagte er auf einer improvisierten Pressekonferenz auf dem Roten Platz.

Zeitungen berichten nur über Merkel-Besuch

In Russland fand der Besuch medial kaum Niederschlag - nur das Staatsfernsehen berichtete: Es sendet jeden Auftritt Putins. In den Zeitungen war die beherrschende Nachricht, dass Angela Merkel am 2. Mai nach Moskau kommt - ihr „Kurier“ Seehofer ging da unter.

So beherrschend das Thema gegenseitiger Sanktionen bei der Reise war: Das Freitags-Programm zeigte, dass etliches in den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen gut funktioniert - und dass es hier durchaus Zukunftspotenzial gibt! In Skolkovo sind dort, wo vor sechs Jahren Kuhweiden und Äcker waren, auf 400 Hektar Land eine englischsprachige Uni, zahlreiche Hightech-Firmen aus Luft- und Raumfahrt, IT, medizinischer Nukleartechnologie und Bio-Pharmazeutik sowie eine ganze Stadt entstanden.

Technik, die begeistert: Horst Seehofer (l.) bestaunt im Innovationszentrum Skolkovo einen selbstfahrenden Gabelstapler.

Junge Computer-Freaks auf Sitzsofas vor Laptops

Das Projekt des Oligarchen Victor Wekselberg und von Ministerpräsident Dmitri Medwedew soll eine Art russisches Silicon Valley werden - und in der Tat lümmeln hier wie bei den US-Vorbildern junge Computer-Freaks auf Sitzsofas vor ihren Laptops. Der deutsche IT-Riese SAP hat bei der Skolkovo-Stiftung eine Schlüsselfunktion. Auch die TU München arbeitet eng mit der Skolkovo-Uni Skoltech zusammen - bald soll sogar eine Außenstelle der russischen Hightech-Schmiede in München entstehen.

Der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft vbw, Alfred Gaffal, schwärmt: „Hier wird die Zukunft Russlands gestaltet! Trotz der Sanktionen haben wir unsere Kontakte hierher ausgebaut.“ Die in Skolkovo angebotenen Branchen sind von den Sanktionen ohnehin nicht betroffen - und so lockt Oligarch Wekselberg die Bayern mit „praktisch“ null Steuern und kostenlosen Grundstücken.

„Ich hoffe, dass die Gespräche in Skolkovo eine Initialzündung waren - die Angebote zur Zusammenarbeit sind wirklich interessant“, meint dazu der Ministerpräsident.

Klaus Rimpel

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