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Horst Seehofer hat dem Drängen seiner Parteifreunde nachgegeben.

Sonderparteitag im Januar 2019

Rücktritt von allen Ämtern: Seehofer kündigt „Abschied mit Anstand“ an - kleine Spitze gegen Merkel

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Nach massivem Druck aus der eigenen Partei hat Horst Seehofer (69) seinen Rückzug von allen politischen Ämtern in Aussicht gestellt.

München – Nach Informationen des Münchner Merkur sagte er am Sonntagabend in einer Runde mit führenden CSU-Politikern zu, im Januar 2019 den Parteivorsitz zu räumen. Auch sein Amt als Innenminister werde er vorzeitig abgeben.

Die CSU wird für Januar einen Sonderparteitag einberufen, um einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Einziger Kandidat dürfte nach Lage der Dinge Ministerpräsident Markus Söder sein. Bei einem vertraulichen Treffen am Samstag signalisierte ihm Parteivize Manfred Weber, nicht gegen ihn anzutreten.

Parteiinterne Kritiker mit Kompromiss zufrieden

Er wolle einen „Abschied mit Anstand“, wurde Seehofer zitiert. Er wolle noch ein wenig Zeit, um sich aus seinen Ämtern zu verabschieden. Seine Kritiker in der Partei, die ihm die schlechten Wahlergebnisse in Bund und Bayern anlasten, hatten einen Sonderparteitag im Dezember gefordert. Sie zeigten sich mit dem Kompromiss am späten Abend zufrieden. Mehrere, darunter die Bezirksvorsitzenden Markus Ferber (Schwaben) und Hans-Peter Friedrich (Oberfranken) hatten ihn direkt oder öffentlich zum Rücktritt aufgefordert.

Wann genau Seehofer als Innenminister abtreten will, ließ er offen. Er machte intern aber deutlich, ohne Parteivorsitz seien solche Ämter nicht mehr lange zu halten. Das werde Bundeskanzlerin Angela Merkel auch noch merken, wird er aus der Runde zitiert. Merkel hatte ihren Rückzug als CDU-Vorsitzende angekündigt, will aber Bundeskanzlerin bleiben.

Selbst Kritikerin Stamm fürchtet: „Seehofer verspielt sein Lebenswerk“ - und gibt ihm einen Rat

cd

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