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„Die Arroganz“ müsse enden, sagt Horst Seehofer über die Eliten. Ein Rat auch an die Unionsparteien und an die CDU von Angela Merkel.

Deutsche Politik solle Lehren ziehen

Seehofer nach Trump-Sieg: „Arroganz muss aufhören“

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München/Berlin - Welche Lehren muss die deutsche Politik aus der Trump-Wahl ziehen? Umdenken, sagt Seehofer. Die SPD hingegen warnt energisch vor Rechtspopulisten.

CSU-Chef Horst Seehofer hat die deutsche Politik aufgefordert, Lehren aus der Wahl in den USA zu ziehen, statt nur auf Populisten zu schimpfen. "Die Menschen haben das Gefühl: Die da oben wollen immer Recht haben. Und wenn's dann doch anders läuft, dann sagen sie: Wir haben trotzdem Recht. Das ertragen die Menschen nicht mehr", sagte er dem Münchner Merkur. Seehofer verlangte von der Bundespolitik, stärker auf die Bevölkerung zu hören. "Die Lebenswirklichkeit der Menschen gehört in die Mitte der Politik. Wir müssen unser Ohr nah an der Bevölkerung haben." Seehofer weiter: "Die Arroganz in Eliten muss aufhören. Viele Bürger haben zunehmend den Eindruck, von Politik und Eliten bevormundet zu werden, und dagegen wehren sie sich."

Trumps Sieg in Bildern: Die Fotos aus der US-Wahlnacht

Nach dem Sieg von Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl in den USA wird in der Bundespolitik lebhaft über den Umgang mit Rechtspopulisten diskutiert. Mit Erschrecken reagierten viele Politiker auch, weil Trump einen äußerst aggressiven Wahlkampf geführt hatte, in dem er sich wiederholt abfällig über Minderheiten äußerte. "Demagogischer Populismus ist nicht nur ein Problem Amerikas", schrieb Finanzminister Wolfgang Schäuble in der "Bild"-Zeitung. Eine der Ursachen des zunehmenden Populismus sei, "dass die Eliten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht immer ein gutes Bild" abgäben. Hinzu komme die meinungsbildende Wirkung des Internet. Dort sei inzwischen "völlig egal, ob Behauptungen wahr sind - Hauptsache, der Empörungsgrad stimmt", kritisierte Schäuble. Er forderte: „Jeder muss bereit sein dazuzulernen. Wenn wir für die Perspektive des anderen und fürs Umdenken offen sind, hat es der demagogische Populismus schwer.“ 

SPD-Vizechef Thorsten Schäfer-Gümbel sagte: "Sicherlich werden Rechtspopulisten versuchen, den Wahlsieg von Trump zu nutzen."  Die AfD bewertet die Reaktion deutscher Politiker auf die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten unterdessen als beschämend und hysterisch.

Weidenbusch spottet über Merkels Rede

Der CSU-Landtagsabgeordnete Ernst Weidenbusch reagierte mit offenem Spott auf eine Gratulationsrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel an Trump. Sie hatte den designierten US-Präsidenten an westliche Werte wie Demokratie, Freiheit und Respekt erinnert. Weidenbusch erinnerte Merkel, solche Maßstäbe auch an andere Länder wie die Türkei anzuwenden. Er schrieb dazu auf Facebook: „Auf der Basis dieser Werte bieten wir den USA nach dieser Präsidentenwahl unsere Zusammenarbeit an. Schade, dass Donald Trump nicht Staatspräsident der Türkei geworden ist!“

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Alle Neuigkeiten rund um den Sieg Donald Trumps bei den US-Wahlen lesen Sie in unserem Live-Ticker.

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