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CSU-Chef Horst Seehofer: „Wer sich nur anonym nennen lässt, ist ein Feigling“.

Partei-Chef fordert offene Kritik

Seehofer rügt “Feiglinge“ in der CSU

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Horst Seehofer ärgert sich über anonyme Wortmeldungen innerhalb der Partei. Wer eine Meinung hat, der solle sie auch offen sagen, fordert der CSU-Chef. Und noch etwas ist ihm ein Dorn im Auge.

CSU-Chef Horst Seehofer hat Parteifreunde und die Medien aufgefordert, Kritik offener und transparenter zu üben. „Wer eine Meinung hat, soll sie sagen – mit vollem Namen“, sagte Seehofer in einem Interview mit unserer Zeitung. Er ärgere sich über wiederholte anonyme Wortmeldungen und Zitierungen. „,Jemand‘ aus dem Vorstand, der Fraktion, der Partei: Wer sich nur anonym nennen lässt, ist ein Feigling. Und Feiglinge sind schwach“, sagte Seehofer. 

„Ich habe dann ja auch meinen Ärger mit der Kanzlerin“

Als Berufspolitiker müsse man öffentliche Meinungsäußerungen und Kritik daran aushalten können, machte er deutlich. Er selbst könne das auch: „Ich habe dann ja auch meinen Ärger mit der Kanzlerin“, scherzte er.

In dem Interview, das zwei Leser unserer Zeitung für die heute erscheinende 70-Jahre-Sonderbeilage mit Seehofer führten, äußerte sich der Ministerpräsident auch zu Stilfragen in seinem Kabinett. „Wir haben oft Sitzungen, da hacken Minister nebenbei auf ihrem Handy rum. Das finde ich unanständig.“

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