Signalstörung: Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Karl-Theodor zu Guttenberg und Horst Seehofer auf einem Parteitag

CSU

Seehofer trifft Guttenberg

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München - Der Onkel aus den USA kommt mal wieder vorbei: Karl-Theodor zu Guttenberg sucht wieder den Kontakt mit der CSU-Spitze. Ganz selbstlos?

Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg will offenbar mit der CSU mal wieder über Politik reden. Der nach seiner Plagiatsaffäre in den USA lebende Guttenberg will sich demnächst in Bayern mit Parteichef Horst Seehofer treffen. „Wir werden uns in den Sommermonaten treffen“, sagte Seehofer unserer Redaktion. Er wolle Guttenbergs außenpolitische Kompetenz stärker einbinden: „Wenn wir jemanden in Amerika haben, müssen wir das auch nutzen.“ Mit gut vernetzten Außenpolitikern ist die CSU nicht gerade gesegnet.

Guttenberg, inzwischen 43, war im März 2011 von allen politischen Ämtern zurückgetreten. Seither meldete er sich sporadisch immer wieder zu Wort. Zunächst schien er um eine (zu) schnelle Rehabilitierung bemüht, dann signalisierte er Desinteresse an der Politik, auf die der gebürtige Oberfranke finanziell eh nicht angewiesen ist. Seine Drähte in die Bundespolitik sind nicht mehr so belastbar wie noch vor zwei, drei Jahren.

Dennoch hält sich bei jeder Erwähnung Guttenbergs in der CSU und den Medien eine gewisse Aufgeregtheit. Auch diesmal wird spekuliert, ob der Ex-Minister (Spitzname: „KT“) mit Seehofer über eine Rückkehr in die Politik reden will. Möglich wäre das über die Bundestagsliste bei der Wahl 2017. Die wird von der Partei gereiht, ihre ersten fünf Namen stehen auch auf dem Wahlzettel. Den in Teilen der Bevölkerung noch populären Adeligen dort aufzubieten, könnte Seehofer als möglichen Gewinn interpretieren. Auf die Frage nach einer Bundestagskandidatur des Ex-Ministers sagt Seehofer fröhlich und mit einem Achselzucken, er schließe nie etwas aus.

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