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CSU-Chef Horst Seehofer begrüßt den anstehenden Wechsel von Annegret Kramp-Karrenbauer in die Bundespolitik.

Wechsel nach Berlin

Nicht nur Seehofer: Auch Mehrheit der CDU hält Kramp-Karrenbauer für gute Merkel-Nachfolgerin

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CSU-Chef Horst Seehofer findet lobende Worte für die zukünftige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. Außerdem warb er erneut für einen positiven Ausgang des SPD-Mitgliederentscheids. 

München – Ein bisschen Nachhilfe für Berlin: Horst Seehofer hat den angekündigten Wechsel mehrerer Ministerpräsidenten in die Bundespolitik begrüßt. Über die designierte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, bisher Ministerpräsidentin des Saarlands, sagte Seehofer dem Münchner Merkur: „Sie ist ein Gewinn, modern konservativ, nicht rückwärtsgewandt. Sie wird das Politikniveau in Deutschland heben.“ Der CSU-Chef äußerte sich zum ersten Mal nach seiner schweren Erkältung, die ihn eine Woche lang ans Bett gefesselt hatte.

Mehrheit der CDU-Anhänger hält Kramp-Karrenbauer für gute Merkel-Nachfolgerin

Eine deutliche Mehrheit der CDU-Anhänger sieht einer aktuellen Umfrage zufolge in der designierten CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer auch eine geeignete Nachfolgerin für Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das geht nach einem Bericht des Portals t-online.de vom Dienstag aus einer Umfrage des Instituts Civey hervor.

Demnach sähen 64 Prozent in Kramp-Karrenbauer eine geeignete Kanzlerin. Lediglich 18 Prozent der CDU-Anhänger trauen ihr dieses Amt nicht zu. Skeptischer ist die Haltung gegenüber der 55-jährigen bisherigen saarländischen Ministerpräsidentin bei den Befragten insgesamt. Hier nannten nur 36 Prozent Kramp-Karrenbauer eine geeignete Merkel-Nachfolgerin.

43 Prozent halten sie nicht für die geeignete Kandidatin. 20 Prozent waren noch unschlüssig. Besonders jüngere Menschen sind demnach bislang gegenüber Kramp-Karrenbauer eher skeptisch.

Neben der CDU-Politikerin wollen auch Seehofer selbst sowie der Hamburger Regierungschef Olaf Scholz in die Bundespolitik wechseln. „Die Schwerpunkte der Politik verlagern sich mehr und mehr nach Berlin“, sagte Seehofer, der als Innen- und Heimatminister genannt wird. „Wenn ich nach Berlin gehe, werden wir da eine sehr starke Gemeinschaft bilden“, sagte er bei seinem ersten Auftritt nach einer Krankheitspause über die künftige Regierung. Namen der zwei weiteren CSU-Minister will er aber – anders als die CDU – erst am 4./5. März nennen, wenn das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids vorliegt.

Seehofer warb erneut für einen positiven Ausgang bei der SPD. Der frühere Parteivorsitzende Martin Schulz habe gut verhandelt. Es sei zudem wichtig für die künftige Regierungsarbeit, „ob das 80 zu 20 ausgeht oder 55 zu 45“. Wer die AfD nicht „bei 25 Prozent haben“ wolle, müsse Interesse an einer Regierungsbildung im März haben. Auf eine Kanzlerwahl am 7. März – ein in Berlin kolportierter Termin - legte er sich aber nicht fest. Auch seinen eigenen Zeitplan für den Rückzug vom Ministerpräsidentenamt legte er öffentlich nicht fest. Hier wird von einer Übergabe an Markus Söder spätestens in der zweiten März-Hälfte ausgegangen.

Lesen Sie auch: „Bei ihr stimmt es“: Breite Zustimmung für Kramp-Karrenbauers Nominierung

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