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CSU-Chef Seehofer soll Super-Innenminister werden.

Mammutaufgabe für CSU-Chef 

„Warnungen“ in Berlin - mutet sich Horst Seehofer mit dem Superministerium zu viel zu?

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CSU-Chef Horst Seehofer will als Innenminister ins Bundeskabinett. Doch Berichten zufolge zweifeln in der Koalition einige Kritiker an der Eignung Seehofers für das neue Riesen-Ministerium.

Berlin - Auf Horst Seehofer wartet mit aller Wahrscheinlichkeit eine Mammutaufgabe. Bayerns scheidender Ministerpräsident will ins Bundeskabinett nach Berlin wechseln: Wenn sich die SPD-Mitglieder im Mitgliederentscheid für eine neue große Koalition aussprechen, werde er definitiv ins Innenministerium gehen, sagte Seehofer der Bild-Zeitung. 

Doch dann hätte er gleich drei Zuständigkeitsbereiche zu betreuen, denn das Innenressort soll zum Superministerium ausgebaut werden: Seehofer soll auch als Bau- und Heimatminister arbeiten. Für diese Bereiche müssten sogar Kompetenzen aus anderen Ressorts herausgehoben werden. Nun werden hier und da Zweifel an Seehofer Eignung für die Mammutaufgabe laut. Nach Informationen der Bild haben einige Kritiker gar Kanzlerin Angela Merkel vor der Personalie gewarnt. Sowohl in der CDU-Parteispitze als auch in der SPD gebe es mahnende Stimmen.

Schließlich ist allein das Amt des Innenministers eine besondere Herausforderung. Denn es umfasst Aufgaben von Flüchtlingsintegration über Sportförderung bis hin zu Sicherheitsfragen. Gerade erst musste sich das Ministerium mit einem Cyberangriff auf die internen Kommunikationsnetze der Bundesregierung auseinandersetzen.

Reichen Seehofers Qualifikationen aus? 

Auch wenn das Themenspektrum dieses Ministerpostens breit gefächert ist, sind juristische Fachkenntnisse insbesondere für Verfassungsfragen in diesem Amt sehr wichtig. Seehofer ist allerdings kein Jurist. Deshalb schien der geschäftsführende Bundesinnenminister Thomas De Maizière in einem Interview mit der FAZ auch leise Zweifel an der Eignung Seehofers zu äußern.

Zudem kann der CSU-Chef nur begrenzte Englischkenntnisse vorweisen, die in einem solch hohen Amt aber besonders bei internationalen Verhandlungen wichtig werden. Mit seinen 68 Jahren war der Politiker in der vergangenen Zeit gesundheitlich auch bisweilen angeschlagen. Umstände, die Zweifel daran säen, dass Seehofer die Idealbesetzung für den Posten ist - beim Koalitionspartner in spe werden sie bereits offen geäußert: „Man kann nur hoffen, dass keiner der wichtigen Bereiche hintenüberfällt“, sagte SPD-Innenexperte, Burkhard Lischka der Bild.

Das Ergebnis des SPD-Mitglieder-Entscheids soll am Sonntag verkündet werden. Dann klärt sich wohl auch für Seehofer, ob er ins Innenministerium wechselt und Berlin seine neue Heimat wird.

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