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Erwin Huber hat einen internen Machtkampf gewonnen.

Ex-CSU-Chef im Machtkampf

Huber übersteht Kampfabstimmung

München - In der CSU-Landtagsfraktion ist eine Volte gegen den Wirtschaftspolitiker Erwin Huber gescheitert. In einer Kampfabstimmung um den Posten als wirtschaftspolitischer Sprecher setzte sich der ehemalige Parteichef hauchdünn gegen einen wenig bekannten jungen Abgeordneten durch.

Huber siegte am frühen Dienstagabend gegen Martin Schöffel mit 49:47 Stimmen.

Auffallend einflussreich ist die Position nicht. Für Huber, der sich nach seinem Rückzug von der Parteispitze 2008 weiter beharrlich auf der Arbeitsebene engagiert, wäre die Abwahl aber unangenehm gewesen. Dem Vernehmen nach gab es insbesondere im großen Bezirksverband Oberbayern sowie in Franken Vorbehalte gegen Huber. Der 67-jährige solle Jüngeren Platz machen und seine Querschüsse gegen Parteichef Horst Seehofer einstellen, hieß es. Seehofer selbst sagte, er habe sich "kaum" eingemischt in die Wahl. Er bekannte aber, sich über Huber "seit Jahren" zu ärgern. Für Schöffel hingegen habe er sogar einen Platz im Kabinett erwogen.

Für Seehofer ist die Entscheidung der Fraktion, die viele führende Abgeordnete überrascht hat, nun weniger angenehm. "Jeder hat das so zu akzeptieren, wie die Fraktion entscheidet", hatte er aber schon vor der Sitzung klargestellt. Dass Huber seine gezielte Kritik an einzelnen Positionen Seehofers - etwa beim Mindestlohn - ohne den Posten eingestellt hätte, war eh nicht zu erwarten.

cd

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