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Huber contra Dobrindt: Ex-CSU-Chef warnt Partei vor Abdriften nach rechts

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Erwin Huber
Erwin Huber © dpa

Mitten in den Sondierungen hat der frühere CSU-Chef Erwin Huber seine Partei ermahnt. Die CSU sei keine „AfD light“, betonte er. Bayern müsse schon aus wirtschaftlichen Gründen weltoffen bleiben.

München - Der ehemalige CSU-Chef Erwin Huber hat seine Partei vor einem Rechtskurs und einem Verlust der eigenen Stammwählerschaft gewarnt. „Die Mehrheit der Bevölkerung in Bayern ist nicht rechts“, sagte Huber dem ARD-Magazin „Monitor“.

Dabei soll er sich auf einen Beitrag von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in der „Welt“ beziehen. Der hatte darin eine „konservative Revolution“ gefordert.

Ex-Chef wünscht sich härtere Abgrenzung zur AfD

Huber betonte: „Ich würde mir wünschen, dass die CSU härter, klarer und deutlicher eine Abgrenzung zur AfD vornimmt. Die CSU ist keine AfD light, sondern die AfD ist unser Gegner.“ Huber nannte die AfD „völkisch“ und „anti-europäisch“. Dies könne keine Position der CSU sein.

Zudem warnte Huber davor, für geschlossene Grenzen zu plädieren, „sonst sägen wir uns den Ast ab, auf dem unsere Arbeitsplätze sind“. Bayern müsse weltoffen sein aus Überzeugung, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen, mahnte der CSU-Politiker.

Alle Informationen zu den Sondierungen zwischen CDU, CSU und SPD sammeln wir für Sie unserem News-Ticker.

dpa

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