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Hubertus Heil.

Comeback nach zwei schlimmen Pleiten

Hubertus Heil: Das ist der neue SPD-Arbeitsminister der GroKo

Hubertus Heil übernimmt das wichtige Arbeits- und Sozialministerium. Für den früheren SPD-Generalsekretär ein Comeback auf großer Bühne nach zwei schlimmen Pleiten.

Mit der politischen Arbeit in einer großen Koalition kennt sich Hubertus Heil aus. Von November 2005 an managte er vier Jahre lang die Parteizentrale, während die Sozialdemokraten Juniorpartner in der ersten Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) waren. Am Ende seiner Amtszeit stand freilich die schwerste Niederlage eines SPD-Kanzlerkandidaten. Mit 23 Prozent erlitt die Traditionspartei mit dem damaligen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier eine historische Schlappe.

Das sollte Heil nicht nochmals passieren, als er Kanzlerkandidat Martin Schulz ab Juni 2017 unterstützte - wieder als Generalsekretär, wieder mit desaströsem Ergebnis. Der 45-Jährige kündigte danach an, er stehe für den Posten nur noch übergangsweise zur Verfügung.

Zwischen seinen wenig geglückten Episoden als Parteimanager hat Heil auch die Mühen der parlamentarischen Ebene nicht gescheut. Der 45-jährige studierte Politikwissenschaftler tat es ohne Frust, mit Freundlichkeit und Fleiß - und mit mancher Spitze gegen den Koalitionspartner CDU/CSU und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (GroKo-Ticker).

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Heil ist Vater von zwei Kindern

Denn als SPD-Fraktionsvize war Heil neben der Wirtschaftspolitik vor allem für Bildung/Forschung zuständig. Er schnürte dabei mit der Union ein Milliarden-Programm für die Wissenschaft - positionierte sich aber auch klar gegen das von CDU und CSU befürwortete „Kooperationsverbot“, das den Bund aus der Schulpolitik heraushält.

Der geborene Hildesheimer gehört der Partei seit 1988 an. Zehn Jahre später saß er als einer der Jüngsten im Bundestag. Das Mandat als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Gifhorn/Peine verteidigte er bis heute. Als Vater zweier kleiner Kinder und Mitglied zahlreicher politischer Institutionen - sowie des VfB Peine - war ihm schon vor seinem Comeback als Minister nicht langweilig.

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dpa

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