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In der Flüchtlings-Registrierung in Berlin sitzen alle so genannten Entscheider unter einem Dach.

Interner BAMF-Bericht

Hunderte „Entscheider“ für Asylverfahren offenbar nicht qualifiziert

Nürnberg - 2015 fehlten im Bundesamt für Migration „Entscheider“, die für Asylverfahren zuständig sind. Im Schnellverfahren  wurden damals tausende eingestellt - etliche offenbar ohne Qualifikation.

Ein Großteil des für Asylverfahren zuständigen Personals des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist einem Zeitungsbericht zufolge für seine Aufgaben nicht qualifiziert. Unter Berufung auf einen internen Bericht der Behörde schreiben die „Nürnberger Nachrichten“ (Samstag), dass allein 454 Entscheider keine relevante Qualifizierungsmaßnahme absolviert haben. Damit seien etwa 15 Prozent der 3033 Entscheider, die zwischen dem 1. August 2015 und dem 1. März 2017 beim BAMF angefangen haben, „ohne Qualifizierung“, heiße es in einer vertraulichen Analyse des BAMF, die auf den 19. Mai datiert.

80 Prozent des Sekretariatspersonals unqualifiziert

Noch wesentlich schlechter sei die Quote bei den Mitarbeitern des Asylverfahrenssekretariats. Ihre Aufgabe besteht unter anderem darin, Anträge anzunehmen, Dokumente der Asylbewerber zu prüfen und Antragsteller erkennungsdienstlich zu behandeln. Zwischen dem 1. August 2015 und dem 1. März 2016 hätten in diesem Bereich 3340 Mitarbeiter angefangen. 2669 von ihnen, das entspricht einer Quote von 80 Prozent, haben danach keine Qualifizierungsmaßnahmen erhalten.

Hauptsächlich seien die Leute durch „Training on the job“ eingewiesen worden.

Eine BAMF-Sprecherin erklärte der Zeitung, man habe die Qualifizierung auf die unterschiedlichen Zielgruppen hin inzwischen angepasst. Außerdem habe man als eine Konsequenz auf den Fall Franco A., dem unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehrsoldaten, der sich als syrischer Flüchtling registrieren lassen konnte, „eine Reihe von weiteren qualitätssichernden Maßnahmen eingeleitet“.

dpa

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