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Laut der Polizei gab es in der Nacht zum Freitag mehr als 1000 Versuche, den Eurotunnel zu betreten.

Polizei spricht von deutlich mehr Versuchen

Hunderte Flüchtlinge am Eurotunnel gestoppt

Calais - Hunderte Flüchtlinge haben nahe der nordfranzösischen Hafenstadt Calais erneut versucht, durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen.

In der Nacht auf Freitag seien "mehr als 1000 Versuche" von Flüchtlingen abgewehrt worden, zum Tunnel vorzudringen, sagte ein Polizist. Rund 30 Flüchtlinge seien abgeführt worden. Ein anderer Polizist sprach sogar von 1400 Versuchen zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen.

Ein Sprecher der Betreibergesellschaft Eurotunnel konnte keine Flüchtlingszahlen nennen. Es gebe aber "deutlich weniger Störungen", seitdem die Polizeikräfte vor Ort durch die Entsendung von 120 weiteren Beamten verstärkt worden seien. Zur Wochenmitte waren teilweise bis zu 2300 Fluchtversuche in einer Nacht gezählt worden.

"Es gab Verstärkungen, aber der Migrationsdruck bleibt bestehen", sagte ein Polizist. "Die Situation ist weiterhin schwer in den Griff zu bekommen." Es sei aber weniger Flüchtlingen gelungen, bis zu den Bahnsteigen für Güterzüge vor dem Tunnel vorzudringen. "Es sind deswegen weniger Flüchtlinge auf die Züge gestiegen."

Seit Wochen versuchen immer wieder hunderte Flüchtlinge nachts zum Eurotunnel vorzudringen, um an Bord von Güterzügen nach Großbritannien zu gelangen. Die Fluchtversuche behindern nicht nur den Verkehr durch den Tunnel, sondern sind auch gefährlich. Seit Anfang Juni starben bereits zehn Flüchtlinge auf der französischen Seite des Ärmelkanals bei Unfällen. Zuletzt wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. In Calais befinden sich den Behörden zufolge derzeit rund 3000 Flüchtlinge, die meisten von ihnen aus Eritrea, Äthiopien, Afghanistan und dem Sudan.

AFP

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