+
Ein Security-Mitarbeiter der Flüchtlingsunterkunft Mackensen Kaserne in Hildesheim.

Kritik aus der CDU

Unregistrierte Flüchtlinge verlassen Notunterkünfte

Hannover - Aus den Notunterkünften der Kommunen in Niedersachsen sind in den vergangenen Tagen etwa 700 Flüchtlinge verschwunden.

Das ergab eine Umfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) unter den 20 Landkreisen und kreisfreien Städten, die das Land kurzfristig zur Aufnahme von 4000 Menschen verpflichtet hatte. Die Kommunen vermuten, dass die Flüchtlinge zu Verwandten innerhalb Deutschlands oder im Ausland weitergereist sind. In einigen Fällen hätten Familienangehörige die Menschen auch direkt an den Notunterkünften abgeholt.

Die Flüchtlinge seien zum großen Teil weder registriert worden noch hätten sie einen Asylantrag gestellt. Die Kommunen verweisen darauf, dass sie keine Handhabe hätten, die Menschen festzuhalten.

CDU-Innenpolitikerin Angelika Jahns kritisierte die derzeitige Situation. „Wir müssen wissen, wer sich in Niedersachsen aufhält“, sagte sie der Zeitung. Jahns forderte, die Flüchtlinge direkt nach ihrer Ankunft in Niedersachsen behördlich zu erfassen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Habeck: Besitzer von Brachflächen zum Bauen verpflichten
Berlin (dpa) - In Regionen mit Wohnungsnot sollten Besitzer von Brachflächen nach Ansicht des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck zum Bauen von Häusern verpflichtet werden.
Habeck: Besitzer von Brachflächen zum Bauen verpflichten
Spahn setzt bei Pflegereform auch auf Betreuungsdienste
Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Pflegekräfte entlasten, indem künftig bestimmte Leistungen auch durch reine Betreuungsdienste übernommen werden …
Spahn setzt bei Pflegereform auch auf Betreuungsdienste
SPD: Seehofer für ausreisepflichtige Gefährder zuständig
Nach der umstrittenen Abschiebung des mutmaßlichen islamistischen Gefährders Sami A. nach Tunesien hat die SPD ein stärkeres Engagement des Bundes gefordert.
SPD: Seehofer für ausreisepflichtige Gefährder zuständig
„Alkoholinda“: Böse Kritik am Verhalten von Kroatiens Präsidentin nach WM-Finale
Sympathisch und menschlich oder einfach nur peinlich und unpassend? Am emotionalen Auftreten der kroatischen Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic während der …
„Alkoholinda“: Böse Kritik am Verhalten von Kroatiens Präsidentin nach WM-Finale

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.