+
Ein Security-Mitarbeiter der Flüchtlingsunterkunft Mackensen Kaserne in Hildesheim.

Kritik aus der CDU

Unregistrierte Flüchtlinge verlassen Notunterkünfte

Hannover - Aus den Notunterkünften der Kommunen in Niedersachsen sind in den vergangenen Tagen etwa 700 Flüchtlinge verschwunden.

Das ergab eine Umfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) unter den 20 Landkreisen und kreisfreien Städten, die das Land kurzfristig zur Aufnahme von 4000 Menschen verpflichtet hatte. Die Kommunen vermuten, dass die Flüchtlinge zu Verwandten innerhalb Deutschlands oder im Ausland weitergereist sind. In einigen Fällen hätten Familienangehörige die Menschen auch direkt an den Notunterkünften abgeholt.

Die Flüchtlinge seien zum großen Teil weder registriert worden noch hätten sie einen Asylantrag gestellt. Die Kommunen verweisen darauf, dass sie keine Handhabe hätten, die Menschen festzuhalten.

CDU-Innenpolitikerin Angelika Jahns kritisierte die derzeitige Situation. „Wir müssen wissen, wer sich in Niedersachsen aufhält“, sagte sie der Zeitung. Jahns forderte, die Flüchtlinge direkt nach ihrer Ankunft in Niedersachsen behördlich zu erfassen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neue heftige Angriffe auf syrisches Rebellengebiet
Seit sieben Jahren tobt in Syrien ein blutiger Bürgerkrieg. Innerhalb kurzer Zeit eskalierte der Konflikt gleich an zwei Fronten. Weltweit ist die Sorge groß, dass es …
Neue heftige Angriffe auf syrisches Rebellengebiet
Mängelliste der Bundeswehr: Von der Leyen will mehr Zeit
Die Verantwortung für Ausrüstungsmängel können Verteidigungsminister oft elegant auf ihre Vorgänger schieben. Schließlich ist der Vorlauf bei der Panzer-Bestellung …
Mängelliste der Bundeswehr: Von der Leyen will mehr Zeit
Paris will Regeln für Asyl und Einwanderung verschärfen
Angesichts steigender Asylbewerberzahlen setzt Frankreich auf neue Regeln, auch um abgelehnte Bewerber konsequenter abzuschieben. Kritiker verweist die Regierung auf …
Paris will Regeln für Asyl und Einwanderung verschärfen
Zusammenarbeit mit Pegida? Kipping: AfD „offen faschistoide Partei“
Die AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland und Jörg Meuthen haben sich für eine Wiederannäherung an die islamfeindliche Pegida-Bewegung ausgesprochen. Die Linke reagiert mit …
Zusammenarbeit mit Pegida? Kipping: AfD „offen faschistoide Partei“

Kommentare