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Auf der Flucht aus Aleppo sind hunderte Männer offenbar verschwunden.

In Assad-Gebieten

Hunderte Männer in Aleppo spurlos verschwunden

Genf - Hunderte Männer aus der umkämpften Stadt Aleppo sind den UN zufolge nach der Flucht in Gebiete unter Kontrolle der syrischen Regierung verschwunden. Nur warum und wohin? Zudem werden verbliebene Bürger beschossen und drangsaliert.

Das UN-Hochkommissar für Menschenrechte warf zugleich Rebellen vor, Zivilisten an der Flucht aus den Gebieten der Opposition zu hindern. Die Zivilisten säßen zwischen den Kriegsparteien fest, die offensichtlich schamlos gegen das humanitäre Völkerrecht verstießen, sagte UN-Sprecher Rupert Colville.

Die Familien der verschwundenen Männer hätten seit Tagen nichts von ihnen gehört, erklärte er weiter. Die Männer seien zwischen 30 und 50 Jahre alt. Angesichts der Berichte über willkürliche Festnahmen der syrischen Streitkräfte sei man sehr besorgt. Rund 150 Aktivisten blieben aus Angst vor Festnahmen in den Rebellengebieten.

Verbliebene Bürger werden beschossen und drangsaliert

Die UN hätten außerdem Berichte erhalten, dass bewaffnete Oppositionsgruppen auf fliehende Zivilisten geschossen hätten. Die extremistische Fatah-al-Scham-Front (Früher: Al-Nusra-Front) sowie eine weitere radikale Miliz sollen demnach eine unbekannte Zahl an Zivilisten verschleppt und getötet haben, nachdem diese um den Abzug der bewaffneten Gruppen gebeten hatten.

Die verbliebenen Zivilisten im belagerten Ostteil Aleppos werden ungeachtet einer von Russland verkündeten Feuerpause weiter beschossen. "Mehrere belagerte Gebiete" der Großstadt seien am Freitag mit Artilleriegeschützen angegriffen worden, teilte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die UNO beklagte, einerseits würden Zivilisten von Aufständischen an der Flucht aus Aleppo gehindert, andererseits gebe es "sehr besorgniserregende" Hinweise darauf, dass hunderte Männer nach der gelungenen Flucht unauffindbar seien.

dpa

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