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Die schiitischen Huthi-Rebellen haben die Kontrolle über den Flughafen von Jemens zweitgrößter Stadt Aden verloren.

Feuerpause nicht eingehalten

Huthi-Rebellen aus Flughafen in Jemen verdrängt

Aden - Zivilisten sterben, eine humanitäre Katastrophe droht: Im vom Bürgerkrieg zerrütteten Jemen halten sich die Konfliktparteien nicht an die vereinbarte Feuerpause. Nun mussten die Huthi-Rebellen eine Niederlage einstecken.

Die schiitischen Huthi-Rebellen haben die Kontrolle über den Flughafen von Jemens zweitgrößter Stadt Aden verloren. Milizen des „Südlichen Widerstandes“ hätten den Airport in der umkämpften Hafenstadt mit Hilfe von saudischen Luftangriffen am Dienstag eingenommen und die Huthis auch weitgehend aus einem benachbarten Stadtteil gedrängt, berichteten örtliche Journalisten sowie die Zeitung „Aden al-Ghad“.

Der Verlust des Flughafens bedeutet für die Rebellen, die vor allem den Norden des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren, die schwerste Niederlage in dem Bürgerkrieg seit Monaten. Eigentlich gilt im Jemen bis zum Ende des Fastenmonats Ramadan am kommenden Freitag eine Feuerpause. An diese halten sich die Konfliktparteien aber so gut wie nicht.

Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten hatten den sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi mit ihren Eroberungen Ende März zur Flucht nach Riad gezwungen. Seitdem bombardieren Saudi-Arabien und seine Verbündeten Stellungen der Huthis.

Nach UN-Angaben fallen der Gewalt in dem Land immer mehr Zivilisten zum Opfer. Allein in den vergangenen zehn Tagen seien 142 getötet worden - unter ihnen 36 Kinder und 27 Frauen, teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Dienstag in Genf mit. Die Gesamtzahl ziviler Opfer sei seit Beginn der Luftangriffe auf mindestens 1670 gestiegen, sagte UN-Sprecher Rupert Colville.

Zusätzlich warnen Hilfsorganisationen davor, dass mangelnde Versorgung der Bevölkerung bald zu einer humanitären Katastrophe mit vielen Toten führen könnte. Anfang Juli hatten die Vereinten Nationen für den Jemen die höchste Nothilfestufe 3 ausgerufen. Diese wurde bislang nur in Syrien, dem Irak und im Südsudan erklärt.

dpa

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