+
Ein Huthi-Rebelle mit einem Raketenwerfer in der Hauptstadt Sanaa. Foto: Abdulrahman Hwais

Huthi-Rebellen im Jemen ignorieren Abkommen

Sanaa (dpa) - Im Jemen belagern bewaffnete Huthi-Rebellen weiterhin den Präsidentenpalast und das Haus von Staatschef Abed Rabbo Mansur Hadi, obwohl am Mittwochabend ein Abkommen über ein Ende der Gewalt in Kraft getreten war.

Trotz dieser Vereinbarung halten die Huthis auch den Stabschef des Präsidenten den sechsten Tag in Folge gefangen, wie die jemenitische Informationsministerin Nadia Sakkaf am Donnerstag mitteilte.

Die Huthis hatten Ahmed Awad bin Mubarak am Samstag entführt, um eine Änderungen im Verfassungsentwurf zu erpressen. Im Kern geht es den Rebellen darum, sich einen größeren Einflussbereich im Land dauerhaft zu sichern.

Der Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten droht den Jemen immer mehr zu spalten. Jemens Ex-Präsident Ali Abdullah Salih, der nach Protesten Anfang 2012 sein Amt niederlegen musste, soll nach Berichten arabischer Fernsehsender die Huthi-Rebellen unterstützen. Die USA, Saudi-Arabien sowie andere Golfstaaten stehen an der Seite des sunnitischen Präsidenten Hadi. Die US-Regierung wirft der iranischen Führung vor, den schiitischen Glaubensbrüdern im Jemen Hilfe zu leisten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gabriel: Spanien ist sicheres Reiseland
Hinter dem schweren Terroranschlag in Barcelona und weiteren Taten vermutet die Polizei eine Islamisten-Zelle. Sie könnte ihre Angriffe in einer unscheinbaren Kleinstadt …
Gabriel: Spanien ist sicheres Reiseland
Verschwundene Witwe von Liu Xiaobo taucht in Online-Video auf
Der Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo starb vor mehr als einem Monat an Krebsleiden. Seitdem ist seine Frau Liu Xia verschwunden. Nun tauchte sie in einem Video auf. …
Verschwundene Witwe von Liu Xiaobo taucht in Online-Video auf
Bannon will weiter für Trump "in den Krieg ziehen"
Manche nannten ihn den "Dunklen Lord", manche sahen in Donald Trumps Strategieberater Stephen Bannon auch den heimlichen Präsidenten. Seine Zeit im Weißen Haus ist jetzt …
Bannon will weiter für Trump "in den Krieg ziehen"
17-Jähriger doch nicht Terror-Fahrer von Barcelona? Polizei fahndet nach neuem Hauptverdächtigen
Der mutmaßliche Haupttäter von Barcelona ist laut einem spanischen Medienbericht tot. Die Polizei fahndet nach einem neuen Hauptverdächtigen. Der 17-jährige Moussa …
17-Jähriger doch nicht Terror-Fahrer von Barcelona? Polizei fahndet nach neuem Hauptverdächtigen

Kommentare