+
Die Huthis beherrschen seit Monaten große Teile des Nordjemen und die Hauptstadt Sanaa. Foto: Yahya Arhab

Huthi-Rebellen rücken gen Aden im Südjemen vor

Aden (dpa) - Die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen vergrößern ihr Einflussgebiet auf dem Weg in den Süden des Landes. In der Nacht seien die Aufständischen in die Stadt Tais eingerückt, sagte ein Verwaltungsbeamter der Stadt der Deutschen Presse-Agentur.

Vor Ort hätten sie den Flughafen, eine Militärbasis sowie mehrere Staatsgebäude unter ihre Kontrolle gebracht.

Die Huthis beherrschen seit Monaten große Teile des Nordjemen sowie die Hauptstadt Sanaa. Sie setzten Jemens Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi sowie Regierungsmitglieder über Wochen in Sanaa fest. 

Ende Februar floh Hadi in die südlich gelegene Hafenstadt Aden und erklärte sie am Samstag zur neuen offiziellen Hauptstadt. Das nun von den Huthis angegriffene Tais liegt knapp 200 Kilometer südlich von Sanaa - und nur rund 130 Kilometer vor Aden.

Mit der sich zuspitzenden Krise im Jemen will sich der UN-Sicherheitsrat bei einer Sondersitzung beschäftigen. Das Treffen sei kurzfristig für den Abend einberufen worden, teilten die Vereinten Nationen mit. Jordanien habe um die Ansetzung der Sondersitzung gebeten. Der Sicherheitsrat tagt normalerweise nicht an Wochenenden, solche Treffen finden nur in dringenden Ausnahmesituationen statt. Die Sitzung wird größtenteils hinter verschlossenen Türen stattfinden. Beschlüsse sind vorerst nicht zu erwarten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Abstimmung über Sommerzeit beendet: Wann gibt es das Ergebnis zur Umfrage zur Zeitumstellung?
Die EU-Kommission wollte durch eine Umfrage zur Zeitumstellung wissen, ob die Bürger die Abschaffung der Sommerzeit wollen. Wann es das Ergebnis gibt:
Abstimmung über Sommerzeit beendet: Wann gibt es das Ergebnis zur Umfrage zur Zeitumstellung?
Minister Stamp verteidigt Abschiebung vom Sami A.
Die Abschiebung des Islamisten Sami A. nach Tunesien war rechtswidrig - trotzdem verteidigt der NRW-Integrationsminister das Vorgehen. Sami A. sei eine "ernsthafte …
Minister Stamp verteidigt Abschiebung vom Sami A.
NRW-Minister Stamp „zutiefst enttäuscht“ von Seehofer - Anwältin erwartet Sami A. bald in Deutschland zurück
Der Fall Sami A. sorgt für Empörung. Im Blickpunkt: Horst Seehofer. FDP-Vize Kubicki rügt „unglaubliches Versagen“. Die zuständige Richterin sieht „die Grenzen des …
NRW-Minister Stamp „zutiefst enttäuscht“ von Seehofer - Anwältin erwartet Sami A. bald in Deutschland zurück
„Wir sind nicht der Feind des Volkes“: Mehr als 200 Zeitungen kontern Trump-Attacken
Mehr als 200 Zeitungen in den USA haben mit einer Kampagne für die Pressefreiheit auf die anhaltenden Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen die Medien reagiert. …
„Wir sind nicht der Feind des Volkes“: Mehr als 200 Zeitungen kontern Trump-Attacken

Kommentare