+
In Idomeni greifen nun griechische Polizisten ein, um die Bahnstrecke frei zu machen.

Räumungsaktion an der Grenze

Idomeni: Polizei verbannt 2000 Flüchtlinge von Bahnstrecke

  • schließen

Idomeni - Aufruhr in Idomeni: Griechische Spezialkräfte der Polizei sollen laut einem Medienbericht die Flüchtlinge von den Gleisen holen, um die Bahnstrecke wieder frei zu machen.

Das Lager in Idomeni wird geräumt und wir berichten im News-Blog.

Seit Donnerstag geht die Polizei im wilden Camp Idomeni gegen Flüchtlinge vor. Spezialkräfte räumen die Gleise an der Grenze zu Mazedonien. Ein Ziel der Aktion sei es, die Gleise wieder befahrbar zu machen, sagten ein Polizist und ein Regierungssprecher zu Spiegel Online.

Die Bahnstrecke ist ein wichtiger Teil für das griechische Exportgeschäft. Migranten besetzten den Abschnitt, um gegen die europäische Flüchtlingspolitik zu protestieren. Bis Samstag sollen die Gleise geräumt werden, das gesamte Lager Idomeni bis Ende Mai.

Flüchtlinge sollen in andere Unterkünfte gebracht werden

In den Zelten auf den Gleisen leben derzeit etwa 2000 Menschen, rund hundert sollen sich an einer Sitzblockade beteiligt haben. Die Behörden wollen die Flüchtlinge in Bussen zu anderen Unterkünften bringen. Im Falle des anhaltenden Widerstands gegen die Räumung, würden als letzte Option auch andere Mittel eingesetzt werden, zitiert Spiegel Online einen Vertreter der Polizei.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Lage an der Grenze zuspitzt. Mazedonische Polizisten hatten nach Angaben Griechenlands im April Tränengas gegen Flüchtlinge eingesetzt. Athen hatte die Hilfsorganisationen von Idomeni aufgerufen, bei der Leerung dieses wilden Lagers bis Ende Mai zu helfen.

ms

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das ist Horst Seehofers Nachfolger im Landtag
Markus Söder hat die Nachfolge von Horst Seehofer als Ministerpräsident angetreten. Doch auch im Bayerischen Landtag hat Seehofer den Weg für einen Markus freigemacht: …
Das ist Horst Seehofers Nachfolger im Landtag
Putin und Pop im Platzregen: Darum war das kuriose WM-Ende politisch so vielsagend
Spitzenpolitiker im Fotorausch - das WM-Finale hat einige denkwürdige Bilder geliefert. Von Putins Schirmherrschaft bis zu Macrons „Dab“. Ein Zufall ist das nicht.
Putin und Pop im Platzregen: Darum war das kuriose WM-Ende politisch so vielsagend
Beobachter: Neun Tote bei israelischem Angriff in Syrien
Israles Luftwafffe soll syrischen Angaben zufolge einen iranischen Stützpunkt in der Provinz Aleppo attackiert haben. Die Rede ist von mehreren getöteten Menschen.
Beobachter: Neun Tote bei israelischem Angriff in Syrien
"Da tickt etwas nicht ganz ...“: Trump empört vor Putin-Treffen die Europäer
Donald Trump und Wladimir Putin treffen sich am Montag zum großen Gipfel in Helsinki. Wir berichten im News-Ticker.
"Da tickt etwas nicht ganz ...“: Trump empört vor Putin-Treffen die Europäer

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.