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Im IKEA-Raubfall wird spekuliert, ob es einen Zusammenhang zu den RAF-Terroristen gibt.

Täter noch flüchtig 

IKEA-Raub in Köln: Ist das die Rückkehr der RAF-Terroristen? 

Bei einem IKEA in Köln kam es am vergangenen Samstag zu einem Überfall eines Geldtransporters. Der Raub könnte auf das Konto der RAF-Terroristen gehen.

Köln/Hannover - Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter bei Ikea in Köln-Godorf am vergangenen Samstagmorgen prüfen Ermittler Parallelen zu Raubüberfällen, die drei untergetauchten Ex-RAF-Terroristen zur Last gelegt werden. „Wir prüfen, ob es Zusammenhänge zwischen den Taten gibt“, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes Niedersachsen am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das „Westfalen-Blatt“ über die Ermittlungen berichtet.

Ermittlungen gegen das RAF-Trio 

Das LKA in Hannover ermittelt federführend gegen die ehemaligen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette. Die früheren Linksterroristen sind seit Jahrzehnten untergetaucht. Das Trio wird wegen einer Serie von Raubüberfällen in Norddeutschland gesucht. So sollen die drei zwischen 2011 und 2016 Geldboten in Celle, Stade, Elmshorn, Osnabrück, Northeim und Hildesheim ausgeraubt haben. Insgesamt wurden hierbei um die 380.000 Euro erbeutet.

Eine Kölner Polizeisprecherin sagte, bisher deute nichts auf einen Zusammenhang der Taten hin: „Aber wir stehen im Austausch mit den Kollegen des LKA und ermitteln in alle Richtungen.“ Die beiden Täter sind Beschreibungen zufolge etwa 1,70 Meter groß und 30 bis 40 Jahre alt, also wesentlich jünger als die RAF-Terroristen. Der eine wird als korpulent mit einer auffälligen Dreiviertelhose beschrieben, der andere soll schlank sein. Die beiden seien weiter auf der Flucht. 

Tatvorgang beim IKEA-Raub

Sie hatten am Samstag auf dem Parkplatz eines Ikea-Möbelhauses in Köln einen 60 Jahre alten Geldboten mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt. Die Diebe entkamen mit einem im Ausland gestohlenen Auto, das später brennend auf einem Feld gefunden wurde. Auch wenn es keine stichhaltigen Beweise gibt, die einen Zusammenhang zwischen den Taten bestätigen, erinnert die Vorgehensweise stark an das Verhalten der RAF-Terroristen. Schon damals wurde das Fluchtauto nach den Raubzügen angezündet. 

Erbeutete Summe noch ungewiss 

Wie viel Geld die Täter letzten Endes erbeuten konnten, wird noch ermittelt. So erklärte die Polizei: „Wir wissen noch nicht, ob der Transport die Einnahmen vom Vortag abholen oder Wechselgeld hinbringen wollte“. 

Polizei ist um jeden Hinweis dankbar

Am Montagmittag sollen nach Angaben der Ermittler Handzettel und Plakate in der Umgebung des IKEA verteilt werden. Auf ihnen sei der mutmaßliche Fluchtweg der Täter zu sehen, wodurch man sich neue Hinweise erhofft.

Die Polizei sucht immer noch Zeugen. Hinweise werden von der Ermittlungsgruppe unter der Rufnummer 0221 229-0 entgegen genommen. 

Lesen Sie auch: „Polizei weiter ohne Spur von RAF-Trio

dpa/ ang

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