+
Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy.

Konservativer Ex-Präsident

Illegale Wahlkampffinanzierung: Verfahren gegen Sarkozy

Paris - Gegen Frankreichs konservativen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy ist wegen illegaler Wahlkampffinanzierung ein formelles Ermittlungsverfahren eröffnet worden.

Das teilte der Pariser Staatsanwalt François Molins am Dienstagabend mit. Das Verfahren ist ein herber Rückschlag für Sarkozys Ambitionen auf eine Rückkehr in den Elysée-Palast.

Sarkozy, Vorsitzender der oppositionellen konservativen Republikaner, war den ganzen Tag lang von einem Untersuchungsrichter in Paris befragt worden, weil seine Partei 2012 illegal Wahlkampfkosten für ihn übernommen haben soll.

In der Affäre geht es um Sarkozys Wahlkampf für eine Wiederwahl 2012: Der konservative Politiker soll mit seinen Ausgaben die zulässige Obergrenze für den Wahlkampf in Höhe von 22,5 Millionen Euro massiv überschritten haben. Um dies zu vertuschen, wurden Kosten für Wahlkampfveranstaltungen in Höhe von 18,5 Millionen Euro offenbar regelwidrig von seiner Partei übernommen.

Die falschen Rechnungen stellte die Veranstaltungsfirma Bygmalion aus - deswegen ist die Affäre in Frankreich als Bygmalion-Affäre bekannt. Sarkozy bestritt wiederholt, von den Vorgängen gewusst zu haben.

Sarkozy will bei den Präsidentschaftswahlen 2017 Revanche für seine Wahlschlappe 2012 gegen den Sozialisten François Hollande nehmen - auch wenn er offiziell noch keine Kandidatur angekündigt hat.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eklat bei Gabriel-Reise nach Israel: Redet miteinander!
Israels Ministerpräsident ließ sein Treffen mit Außenminister Sigmar Gabriel platzen - weil er verärgert war. Nicht miteinander zu reden, ist aber keine Lösung. Ein …
Eklat bei Gabriel-Reise nach Israel: Redet miteinander!
Migration: Mehr als 1000 Menschen im Mittelmeer ertrunken
Athen - Im Mittelmeer sind seit Jahresbeginn bis zum 23. April 1089 Flüchtlinge und Migranten ums Leben gekommen.
Migration: Mehr als 1000 Menschen im Mittelmeer ertrunken
Merkel will Welt-Fonds für Frauen - Treffen mit Ivanka Trump
Die Kanzlerin bezieht First Daughter Ivanka in eine Debatte über Frauenförderung ein. Das Ziel: die Einigung auf einen Finanzfonds beim G20-Gipfel in Hamburg. Dafür …
Merkel will Welt-Fonds für Frauen - Treffen mit Ivanka Trump
Koalition streitet über Neuregelung gegen Wohnungseinbruch
Die Zeit drängt: Bis zur Wahl will die große Koalition noch ein Gesetz gegen die steigende Zahl von Einbrüchen beschließen. Doch nach einem Koalitionskompromiss hat die …
Koalition streitet über Neuregelung gegen Wohnungseinbruch

Kommentare