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Der Kölner Imam Sami Abu-Yusuf sorgte für einen Eklat - nun versucht er, sich zu erklären.

Kölner Imam schockt mit Aussage

"Wenn sie halbnackt herumlaufen, passieren eben solche Dinge"

Köln - Die Serie an Übergriffen in der Kölner Silvesternacht ist immer noch nicht aufgeklärt. Nun sorgt ein Imam für einen Eklat - nicht ohne Folgen.

In der Silvesternacht in Köln kam es zu einer Serie an sexuellen Übergriffen - die Zahl der Strafanzeigen scheint jeden Tag zu steigen, mittlerweile ist von über 800 erstatteten Anzeigen die Rede.

Nicht nur in der Rheinmetropole kam es zu derartigen Ausschreitungen. 

Verständnis für derartige Übergriffe kann niemand aufbringen - außer einer: Der Kölner Imam Sami Abu-Yusuf. Dieser gab dem russischen TV-Sender Ren TV ein Interview. In diesem gibt er den Frauen eine Mitschuld an den Ereignissen in der Silvesternacht

Seine Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Laut Bild sagte er: "Einer der Gründe, weswegen muslimische Männer Frauen vergewaltigten oder belästigten, ist, wie sie gekleidet waren. Wenn sie halbnackt und parfümiert herumlaufen, passieren eben solche Dinge. Das ist wie Öl ins Feuer gießen."

Der Imam wird seit Jahren dem salafistischen Spektrum zugeordnet, einer ultrakonservativen islamistischen Bewegung in Deutschland.

Die Aussagen blieben nicht ohne Konsequenzen - Grünen-Politiker Volker Beck stellte Strafanzeige gegen Sami Abu-Yusuf:

Der Imam versucht nun, sich in einem Interview mit dem Kölner Express zu erklären: „Ich bin gefragt worden, wie ich mir die Übergriffe erkläre. Dabei hat man meine Äußerung aus dem Kontext gerissen (...)" Offenbar wollte er ausdrücken, dass es verboten ist, Frauen zu belästigen - und dies würde nicht nur für Muslime gelten.

Er betont, dass sich jede Frau so kleiden darf, wie sie es möchte: "Jeder hat das zu akzeptieren. Und wem das nicht passt, der muss in ein anderes Land gehen. Das ist die Wahrheit.“

Bettina Pohl

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