+
Der demografische Wandel macht sich auch in Schulen bemerkbar: Immer weniger Schüler gibt es für die Lehrer zu unterrichten. Können die Flüchtlinge den Trend umkehren? Foto: Jens Wolf

Immer weniger Schüler - Trendumkehr durch Flüchtlinge?

Seit der Jahrtausendwende sinken die Schülerzahlen in Deutschland, vor allem in den alten Bundesländern. Vielleicht bringen Flüchtlingskinder die Wende.

Wiesbaden (dpa) - Immer weniger Kinder und Jugendliche drücken in Deutschland die Schulbank. Im laufenden Schuljahr werden laut Statistischem Bundesamt rund elf Millionen Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen unterrichtet.

Das sind 0,4 Prozent weniger als im vorherigen Schuljahr. "Damit setzte sich der rückläufige Trend seit dem Schuljahr 2000/2001 weiterhin fort", berichtete Destatis-Mitarbeiterin Andrea Malecki.

Ob Flüchtlingskinder den Trend umkehren, steht laut Statistischem Bundesamt noch nicht fest. Bisher liegen nur vorläufige Ergebnisse vor, dabei wird die Staatsangehörigkeit nicht erfasst. Zwar werden schulpflichtige Flüchtlinge in der Regel in den jeweiligen Schulen miterfasst, "eine flächendeckende gesonderte Erfassung erfolgt allerdings derzeit nicht", hieß es in Wiesbaden.

8,3 Millionen Schüler besuchen allgemeinbildende Schulen (minus 0,4 Prozent). Während an allgemeinbildenden Schulen in den neuen Bundesländern und Berlin die Schülerzahl um 1,8 Prozent stieg, sank sie im früheren Bundesgebiet um 0,8 Prozent.

An den beruflichen Schulen werden 2,5 Millionen Schüler unterrichtet. Im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr ist das ein Rückgang um 0,6 Prozent. Die Zahl lag im früheren Bundesgebiet um 0,7 Prozent unter dem Vorjahr, in den neuen Bundesländern und Berlin sank sie um 0,4 Prozent.

Den deutlichsten Rückgang an den beruflichen Schulen gab es im Saarland mit minus 3,5 Prozent; den stärksten Zuwachs hatte Schleswig-Holstein mit 1,2 Prozent. Bei den allgemeinbildenden Schulen sanken die Schülerzahlen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen jeweils um 1,1 Prozent. Den stärksten Zuwachs hatte Sachsen mit 2,2 Prozent.

Destatis zu Schülern

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump geht nach Putin-Fiasko in die Offensive - mit Angriff auf „Ex-Superstar“ Angela Merkel
Nach Helsinki geht Donald Trump wieder in die Offensive - mit dem Thema Flüchtlingspolitik und einem seiner Lieblingsziele: Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Trump geht nach Putin-Fiasko in die Offensive - mit Angriff auf „Ex-Superstar“ Angela Merkel
Nach heftiger Kritik: Trump räumt erstmalig russische Einmischung in US-Wahl ein
Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich am Montag zum mit großer Spannung erwarteten Gipfel in Helsinki. Wir berichten am Tag danach weiter über die Nachwehen des …
Nach heftiger Kritik: Trump räumt erstmalig russische Einmischung in US-Wahl ein
May entgeht Schlappe im Parlament in Sachen Zollunion
Der Machtkampf um den richtigen Kurs für den EU-Austritt ist in Großbritannien voll entbrannt. Nachdem sich die Brexit-Hardliner am Montag durchgesetzt hatten, wollten …
May entgeht Schlappe im Parlament in Sachen Zollunion
May entgeht im britischen Parlament Schlappe in Sachen Zollunion
Die britische Premierministerin Theresa May ist im Parlament nur knapp einer Schlappe in Sachen Zollunion nach dem Brexit entgangen.
May entgeht im britischen Parlament Schlappe in Sachen Zollunion

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.