Blick von oben in den Plenarsaal des Bundestags.
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Blick in den Plenarsaal des Bundestags. Welche lässt sich impfen?

Halten sich die Abgeordneten auch dran?

Impfquote im Bundestag: So viele Mandatsträger sind bereits geimpft

  • VonClara Marie Tietze
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Die Bundesregierung ruft bereits seit einigen Monaten zum Impfen auf. Doch wie sieht es im Parlament selbst aus? Welche Partei hat die höchste Impfquote?

Berlin - Seit Monaten appellieren die Bundesregierung und Politiker der meisten Parteien an die Bürger für eine möglichst schnelle Impfung. Einerseits um als Gesellschaft einen Schritt zurück in die Normalität machen zu können. Andererseits spielen natürlich auch die Delta-Variante und der Schutz vor schweren Infektionsverläufen eine maßgebliche Rolle. Wie Bild.de nun berichtet, halten sich aber weit nicht alle Politiker an eben diese Appelle.

Von den 709 Abgeordneten haben sich 477 Parlamentarier zurückgemeldet. 452 von den Mandatsträgern wurden laut eigener Aussage bereits mindestens einmal geimpft. Viele haben auch ihre zweite Impfung schon erhalten. Im Gesamtschnitt lässt sich dann eine Bundestagsimpfquote von mindestens 64 Prozent errechnen. Wobei hier scheinbar nicht differenziert wird zwischen vollständig oder lediglich erstgeimpften Abgeordneten.

Impfquote im Bundestag: SPD an der Spitze, AfD als Schlusslicht

Sieht man sich den Parteienvergleich an, so liegt die SPD mit einer Impfquote von 86 Prozent an der Spitze. Von den Sozialdemokraten hatten sich 88 Prozent der Mandatsträger zurückgemeldet. Ähnlich weit vorne liegt die FDP mit einer Rückmeldequote von 84 Prozent, von denen 81 Prozent bereits geimpft sind. Mit 78 Prozent Impfquote bei 79 prozentiger Rückmeldung finden sich die Grünen an dritter Stelle.

Etwas abgeschlagen stehen CDU und CSU. Hier haben sich 69 Prozent der Abgeordneten zurückgemeldet - 67 Prozent davon sind geimpft. Die Linken haben sich zu 54 Prozent zurückgemeldet, 52 Prozent davon haben schon mindestens eine Impfung erhalten. Die AfD bildet mit einer Rückmeldequote von 17 Prozent und davon drei Prozent geimpften Abgeordneten das Schlusslicht. Die Abgeordneten der AfD gaben zuhauf entweder an, gegen eine Impfung zu sein oder den Sachverhalt aus politischen Gründen nicht kommentieren zu wollen.

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