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Zukünftig soll an Berliner Schulen vermehrt Arabisch unterrichtet werden. 

Wegen großer Nachfrage

In Berlins Schulen soll Arabisch unterrichtet werden

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Berlin - Bisher wurde Arabisch lediglich an Berliner Privatschulen als Fremdfach angeboten - zukünftig soll die Sprache jedoch besser in das Schulsystem integriert werden.

So haben vier Berliner Grundschulen das Projekt „Muttersprache Arabisch“ in ihr Angebot aufgenommen. Dabei sollen Muttersprachler neben dem üblichen Unterricht zwei Stunden Arabisch pro Woche wahrnehmen können. Das berichtet die „Berliner Zeitung“. 

Bisher war Arabisch nur an zwei Privatschulen in Berlin unterrichtet worden. Aufgrund der Vielzahl an Arabisch sprechenden Menschen in Berlin ist das Interesse an solch einem Angebot sehr groß. 

Laut der „BZ“ plant der Senat zudem, mindestens eine deutsch-arabische Schule nach dem Beispiel der Europaschulen in Berlin zu installieren. Damit wolle man die Integration weiter vorantreiben, so Sandra Scheeres (SPD).  

Ghazi: Mit Arabisch verbinden viele Extremismus und Islamismus

In den staatlichen Europaschulen werden die Schüler in Fächern wie Geschichte oder Erdkunde nicht auf Deutsch unterrichtet, sondern in der jeweiligen Fremdsprache. 

Um einen integrativen Effekt zu erzielen, soll die Schule bestenfalls zur Hälfte von deutschen Muttersprachlern bestehen - die andere Hälfte sollen Schüler bilden, die eine Fremdsprache wie Englisch, Französisch oder eben Arabisch zu Hause sprechen.   

„Derzeit gibt es im öffentlichen Bewusstsein anerkannte Sprachen wie Englisch, Italienisch oder selbst Chinesisch, die für Weltläufigkeit stehen, und eine negativ belegte Sprache wie Arabisch, das viele pauschal mit Extremismus und Islamismus verbinden“, wird Michaela Ghazi von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zitiert. 

„Angebot steht und fällt mit der Qualität des Lehrpersonals“

Dennoch gibt es auch kritische Stimmen. So berichtet die „BZ“ von einer besorgten Schulleiterin, die anonym bleiben will. Sie befürchtet, eine Schule, die solch ein Projekt anbiete, könnte schon bald von Arabisch sprechenden Schülern dominiert werden. 

Nährboden bekommt ihre Skepsis durch die Tatsache, dass in Berlin bereits 1992 rund 19 Grundschulen einen zweisprachigen Unterricht (deutsch und türkisch) angeboten haben. Aufgrund ausbleibender Lernerfolge würden heute nur noch vier Schulen dieses Angebot fortführen.

Für Petra Stanat, Leiterin des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen an der Humboldt-Universität, ist die Sachlage klar: „Ein solch bilinguales Angebot steht und fällt mit der Qualität des Lehrpersonals.“ Vor allem das Aufnahmeverfahren der Schüler spiele bei Schulen mit solch einem Sprachangebot eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Projekts.    

kus

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