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Julia Timoschenko.

Inhaftierter Timoschenko droht Mordanklage

Kiew - Bei EM 2012 haben viele Staatschefs versucht die inhaftierte Julia Timoschenko zu unterstützen. Der Oppositionsführerin droht sogar eine Mordanklage.

Der inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko droht eine Anklage wegen Mordes. Sie sei nun formal über den Verdacht informiert worden, die Tötung eines Geschäftsmannes und Abgeordneten im Jahre 1996 „in Auftrag gegeben und organisiert“ zu haben, teilte das Büro der Oberstaatsanwaltschaft am Samstag mit. Auch in den Tod von dessen Frau und zwei weiterer Mordopfer soll sie demnach verwickelt sein. Eine Anklage ist damit zwar noch nicht ausgesprochen, wirkt nun aber wahrscheinlicher denn je.

Gegen Timoschenko wird schon seit Monaten in der Affäre ermittelt. Die frühere Regierungschefin weist die Vorwürfe vehement zurück und unterstellt Präsident Viktor Janukowitsch, sich mit einer perfiden Kampagne eine politische Konkurrentin vom Halse schaffen zu wollen. Die Staatsanwaltschaft wiederum geht davon aus, dass sich Timoschenko mit dem ihr zur Last gelegten Mord an dem Geschäftsmann Yvhen Scherban eines Rivalen entledigen wollte.

dapd

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