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Innen: Der Bär für Polizei, Straße und Schiene

München - Eine von Horst Seehofers Super-Ministern: Joachim Herrmann, bleibt Minister für Inneres und (neu) Verkehr.

Jetzt bitte nicht wieder Bagger-Witze! Joachim Herrmann hängt nach, dass er bei einem feierlichen Spatenstich einen Bagger in den Schlamm setzte und leicht verletzt aus dem Führerhaus robbte. Die alte Geschichte wird bestimmt wieder aufgewärmt, wo der stämmige Franke nun als neuer Superminister auch für Verkehr zuständig ist.

Jenseits der Frotzeleien ist das neue Ressort sinnvoll. Als Innenminister war Herrmann auch für Bau und Straßen zuständig, das wird nun gebündelt mit dem Bereich Schiene und Luft. Bayerns Sicherheit zu verantworten und die Fortbewegung, ist in der Tat ein Super-Ressort. Dem bei Seehofer hoch im Kurs stehenden Herrmann trauen Weggefährten das zu. Der 57-Jährige führt sein Haus ruhig, überlegt, ohne große emotionale Regungen. Die zähe Kabinettsbildung verfolgte er so dermaßen desinteressiert, dass klar war: Der bleibt im Amt und weiß das längst.

Manche munkeln gar, im Fall plötzlicher Dienstunfähigkeit Seehofers würden nicht die Kronprinzen, die Söders und Aigners, die Führung übernehmen, sondern Herrmann. Sein Spitzname „Balu der Bär“ steht im Kontrast zur kantigen Innenpolitik.

Großvorhaben stehen im Verkehrsbereich an: Jemand könnte mal den Bau der A 94 (Bundesprojekt) beschleunigen. Und über die zweite Münchner S-Bahn-Röhre neu nachdenken. Im Luftverkehr ist gut möglich, dass Bayern die Position zur dritten Startbahn neu fasst. Das würde mehr als nur ein paar Baggerfahrten einsparen.  

cd

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